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Für viele eine persönliche
Tragödie, für Zyniker eine längst fällige Marktkorrektur: das rigide
Zurechtstutzen all der hochfliegenden Pläne jener high potentials, deren
Ausbildung zu großen Karrierehoffnungen Anlaß gab. Stefanie Winter, Autorin
und Journalistin, hat sich des Themas kurz, knapp und pointiert angenommen und
zeigt die Hintergründe des schleichenen Endes einer bis Mitte der neunziger
Jahre prosperierenden bundesrepublikanischen Wirtschaft auf. Zum Opfer einer
verfehlten und maßlos ideologisierten Politik der Umverteilung, der
Bevormundung und des Egalitarismus wurden daher zunehmend auch - und sie
vermuteten es nicht einmal ansatzweise - die jungen, hervorragend ausgebildeten
Berufseinsteiger, deren Tätigkeitsfelder wegbrachen, zusammengestrichen oder
ersatzlos entsorgt wurden. Sie sahen sich somit vor eine grundlegende
Neuorientierung gestellt, und es sind nicht wenige, die dieses Land enttäuscht
verließen, um andernorts ihren Lebens- und Berufsweg zu planen. Man kann nur
mit Nachdruck wünschen, daß ihnen Erfolg beschieden ist. Das Buch verdient
auch insofern hohe Aufmerksamkeit, als es den Finger auf diese Wunde legt und
mit Nachdruck darauf hinweist, welche Prioritäten Politker aller Parteien zu
setzen haben, um das Land wirtschaftlich endlich voranzubringen: indem es jene
ehrt und ihnen die Wege ebnet, die bereit und hochmotiviert sind,
außergewöhnliche Leistungen zu erbringen. Die Autorin verweist zurecht
auf die Fragwürdigkeit einer Politik, die sich in erster Linie der
Vermittlung schlecht qualifizierter Arbeitnehmer bemüht, anstatt ihre
Aufmerksamkeit vermehrt jenen zu widmen, die, als Besserverdienende diffamiert,
Höchstleistungen zu erbringen willens und in der Lage sind. Es nützt in der
Tat nichts, die Starken zu schwächen, um die Schwachen nicht mehr schwach
erscheinen zu lassen. Das ist die Credo dieses Buches. Prädikat: Besonders
empfehlenswert!
ARISTON, 2003, ISBN 3-7205-2411-6,
14,95 Euro (HC)
Der
Verlag: www.hugeldubel.de in
München
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