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Man kann diesen Ratgeber
unter die Kategorie 'Renditemaximierung' subsummieren. Da ist einer, der sich
Selfemademan nennt, bislang einen ganz anderen Job gemacht hat (Green berets)
und dann per 'Zufall' an einen geriet, dem er das Leben rettete und der ihm
sodann aus Dankbarkeit seine Weisheitsschätze aus dem Geldmarkt zu Füßen legte.
Liest sich toll, ist natürlich eine american legend und soll belegen,
welche Fähigkeiten in jedem schlummern, der sich das Geldmachen aufs Panier
geschrieben hat. Soweit so schlecht. Der Leser sollte allerdings wissen, was ihn
in diesem Buch erwartet: eine Reihe munter dahingeplauderter Tips rund ums
Value-Investment, dessen Erfolg sich in der Regel Nummer1 zusammenfassen lassen
soll: Verliere kein Geld! Das dürfte nur den aufhorchen lassen, der solche
Weisheit für die Grundfesten des Investierens hält. Was ist denn daran
schädlich, mag er unbedarft fragen. Ganz einfach, lieber Frager: Diese Idee ist
vom Denkansatz her so schädlich wie du für dein Unternehmen als Kostenfaktor
schädlich bist. Wer Renditemaximierung als sein Ziel ansieht, der darf sich
nicht wundern, wenn ihm sein Arbeitsplatz unterm Hintern weginvestiert wird. Es
gibt ja viele andere, lieber Frager, die so denken wie du. So wenig wie du ihnen
wert bist, ist dir derjenige wert, den du durch die Befolgung der Regel Nummer 1
vom Hocker fegst. War dir das klar? Nein? Gut dann lese das Buch in dem Jargon,
den du hier absichtvollerweise antriffst und dir dabei auch nichts gedacht haben
magst. Er soll dich einstimmen auf die locker-flockige Weise, wie mal eben
einige Tausende Arbeitsplätze Towns Regel Nummer eins zum Opfer gefallen sind
oder morgen fallen werden. Fazit: Ein typisch amerikanisches, amoralisches
Ums-Goldene-Kalb-Tanzen-Spektakel zum Geldmachenwollerpreis. Die schätzt der
Verlag gewiß.
VERLAG BÖRSENMEDIEN, 3. Aufl. 2007, ISBN
3-9383-50-342
,
29,90 Euro (geb.)
Der
Verlag: www.deraktionaer.de
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