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Es ist schon
eigenartig, welche Blüten die Diskussion um Klimaveränderung, Ressourcenverknappung
und Wirschaftskompetenzen treibt. Eine weitere der überflüssigen Art heftet der
Autor mit diesem Buch an den Baum der Erkenntnis. Er vermengt alles, was es an
Unbewiesenem und Vermutungen gibt. Weder die 'dramatische' Ressourcenverknappung
wird wissenschaftlich korrekt belegt noch die ins Wahnwitzige abgleitende
Klimadebatte ihrer Ursache nach dem Leser transparent gemacht. Stattdessen 'tut
ein Umdenken not, um die drohende Katastophe abzuwenden'. Welche Katastrophe,
welches Umdenken? Der Autor springt auf den Zug der Weltveränderer auf,
unterbreitet Lösungsansätze, die ihrer Stringenz nach nur als
staatsmonopolistisch im Rahmen eines Rätesystems zu interpretieren sind, und
führt den Leser in inszenierte Abgründe menschlicher Egoismen. Worauf basiert
denn der freie Wettbewerb wenn nicht darauf? Was etlichen Ideologen hierzu
einfällt, titelt Meyer ungeniert in Frageform: Wie muß die Wirtschaft
umgebaut werden? In der von ihm vorgestellten Form jedenfalls führt sie
dorthin, wohin einige sie gerne lenken möchten: in Richtung gesicherter Armut
für alle. Mehr ist zu diesen dummen Ausführungen nicht zu sagen, halt,
vielleicht doch noch etwas: Der geneigte Leser dieser Zeilen möge Gustave le
Bons Werk: Psychologie der Massen zur Hand nehmen und verinnerlichen.
Dann ist er immunisiert gegen Apokalyptiker wie Bernd Meyer. Daß sein Buch als
TB erschienen ist besagt wohl das Maß an Wertschätzung des Verlages, dem es als
HC den Lesern vorzustellen offenbar nicht tragfähig genug erschien. Was also
diktierte hier die wirtschafliche Überlegung wenn nicht die Gewinnerwartung? Und
die dürfte nach einem 'Umbau' noch negativer ausfallen und Autor Meyer noch
weniger verdienen.
FISCHER TB, 2008, ISBN
3-5961-7278-0,
9,95 Euro (TB)
Der
Verlag: www.fischerverlage.de
in Frankfurt am Main
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