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Der von Heinz Lampert (†)
begründete und von Albrecht Bossert in der 17. Auflage herausgegebene Band
berücksichtigt in dieser Neuauflage die seit 2007 eingetretenen Veränderungen in
wirtschafts- und sozialpolitischer Hinsicht, so daß die Aktualität - wie stets -
gewahrt bleibt. Das Werk darf deshalb mit Fug und Recht als Standardtitel
gelten.
Der erste Teil
umspannt die 'Grundzüge einer Theorie der Wirtschaftsordnungen', weshalb ihm vor
dem Hintergrund marktpolitischer Turbulenzen besondere Beachtung zukommt; der
zweite Teil 'Die Entstehung der Sozialen Marktwirtschaft'; Teil drei 'Die
Europäische Union als Rahmen für die Wirtschafts- und Sozialordnung der
Bundesrepublik'; Teil vier 'Die derzeitige Gestalt der sozialen
Marktwirtschaft'; Teil fünf 'Krise der Sozialen Marktwirtschaft?' Die akribische
Befassung mit den in einzelne Abschnitte untergliederte Themen (z.B. die Betrachtung über 'Die Vermögenskonzentration - ein Attribut
der Sozialen Marktwirtschaft') darf als Kompliment an die stets wissenschaftlich
fundierte und sich objektiven Parametern verpflichtet fühlende Ist-Darstellung
der Einbettung Deutschlands in die Europäische Union gelten.
Das rund 500 Seiten starke
Kompendium läßt demzufolge keinen Raum für philosophisch argumentierende
Ausflüge ins Einst-wird-es-so-Sein, sondern beschränkt sich in fortlaufender
Aktualisierung auf die im Titel genannten Rahmenbedingungen. Die
solcherart geschaffene Transparenz bietet daher auch keinen Raum für
beliebige Interpretationen, sondern stellt unspektakulär dar, was ist. Sie lädt den am
europäischen Gesamtkonzept interessierten Fach- oder Laien-Leser ein, eine Union der
ökonomischen und sozialen Gesetzgebung en detail kennenzuleren, um sich ein
fundiertes Urteil bilden zu können. In der Massenpresse findet dies bekanntermaßen keine Erwähnung.
Fazit: Die Abhandlungen sind grundsolide und von der Wissensaufbereitung her
eine Quelle der Aufklärung. Sie sollten in keiner Wirtschafts- und
Sozialbibliotek fehlen.
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