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Eine seltsame Melange aus
Esoterik, Spiritualität und Ökonomie, wobei man bei Letzterer nicht die
Smithschen Postulate vernunftmäßig voraussetzen darf, sondern eher eine
eigenwillige Interpretation dessen, wie freie Marktkräfte zwecks Erhalt des
Eigennutzes fusionieren. Woher der Autor die empirische Furore nimmt und ein
Drittel der Bewohner der von ihm so bezeichneten 'Ersten Welt' in
'Kulturell-Kreative' einteilt, weiß wohl nur er selbst. Und wie steht's mit
deren Fähigkeiten als Definition von Innovation? Dazu wird nichts gesagt.
Immerhin ist Gamper von Zuversicht erfüllt, was die Förderfähigkeit trister
wirtschaftlicher Interessen trister Manager in tristen Ökonomieburgen anbelangt,
denn er ruft die von ihm ausgemachte kreative Klientel auf, sich auf dem
Marktplatz des Wettbewerbs zu engagieren. Toll! Wie, wenn die
Mindestvoraussetzungen, nämlich professionelle Marktanalysen und abgesichertes
Eigenkapital fehlen? Auch dazu wird nichts gesagt. Der Klappentext lockt den
Leser stattdessen mit Aufforderungen wie diesen:
'Das Buch ermutigt, seinen ureigenen und damit sinnhaften und freudigen Beitrag
zu geben und nicht länger zu glauben, unverstanden vom Rest der Welt und
isoliert zu sein. Geh' auf den Marktplatz, steig ein in das Wettspiel der Ideen
und hab' Erfolg damit! Denn was es in der Wirtschaft dringend braucht ist:
frischer Wind.' So locker-flockig also
werden Karrieren geschmiedet! Was der Leser da tun kann? Das Buch im Internet
anlesen und kapieren, welche Kreativität ihn lockt: ein verlagsseitiger Lockruf
ist's. Dem Kaufimpuls muß man nicht nachgeben!
KAMPHAUSEN, 2. Aufl. 2007, ISBN
3-8990-107-36,
17,50 Euro (Geb.)
Der
Verlag: www.weltinnenraum.de
in Bielefeld
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