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ANTIQUARIATE

 

 

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ANTIQUARIATE

 

 

 

FARKAS 'Mythos Informationsgesellschaft'

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Der Autor unternimmt einen Parforceritt durch die üblen Landschaften politischer Hybris mit all ihren Auswirkungen auf das Selbstbestimmungrecht des Einzelnen sowie zu den Pfründen machtbesessener Organisationen und Verbände, streift auf dem Weg dorthin nicht nur das Weshalb und Warum ihrer Entmündigungsstrategien, sondern entlarvt deren Ursache und Wirkung - und er brandmarkt vehement alles, was ihrer tendentiösen Entwicklung unter dem infamen Kürzel p.c. - politcal correctness - offen oder verdeckt Vorschub leistet. Der Leser ist gut beraten, der Fährte des Autors mit aller Kraft zu folgen, geht es doch allein um ihn, um sein Leben in Freiheit und Wohlstand, um die Achtung seiner unveräußerlichen Grundrechte, um ein Zusammenleben in einem von tradierten Gewißheiten getragenen Gemeinwesen. Der Mythos Informationsgesellschaft erweist sich hierbei tatsächlich als Mythos, denn die Desinformation der zumeist nach rein weltanschaulichen Prinzipien agierenden Print- und TV-Medien hat beispiellose Auswüchse angenommen. Es herrschen weder Stringenz in der Berichterstattung noch Objektivität in der Auffächerung von Hintergrundinformationen, denen der Bürger vertrauen können müßte, gäbe es da nicht den feinen Unterschied des fliegenden Perspektivwechsels je nach politischer Couleur und ökonomischer Beliebigkeit. Und so legt der Autor auch in diesem, bereits in zweiter Auflage erschienenen Buch wieder in der für ihn charakteristischen schnörkellosen Sprache die Finger in die Wunden: ob er die 'verbogenen Werte' des Molochs EU und dessen (vorerst) gescheiterter Verfassung analysiert und den damit intendierten gesellschaftlichen 'Umbau', der sich immer mehr als gelenkter Orientierungswechsel offenbart, oder ob er den Orwellschen Spitzel- und Überwachungsstaat in seiner Krakenhaftigkeit für eine beschlossene Sache hält und konkret auf die schon längst stattgefundene Fundamentlegung seitens einer globalisierten Politik hinweist - er wird niemals schwammig oder ausweichend, sondern tritt Beweis an und flüchtet sich nicht in nebulöse Zukunftsdeutungen. Das ist der große Vorzug dieses Autors. Er schließt sein Buch deshalb treffenderweise auch mit einem Nachwort, das für alle des Denkens nicht entwöhnten Bürger Programm sein sollte: Wissen ist Macht! Die Voraussage, daß dieses neue Werk von Victor Farkas zu einem Standardtitel der Aufklärungsliteratur werden dürfte, wird sich durch weitere Auflagen von selbst legitimieren.

KOPP, 2. Aufl. 2006, ISBN 3-938-516-143, 19,90 Euro (geb.)

Der Verlag: www.kopp-verlag.de  in Rottenburg