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Der Leser dieses primär zeitgeschichtlich
aufbereiteten Werkes wird nach Beendigung der Lektüre eines verinnerlicht haben
- daß die Erpreßbarkeit von Staaten wie des einzelnen mit der Drohung des
Entzuges von wirtschaftsrelevanten Energien im allgemeinen und der des Öls im
besonderen proportional zu deren Abhängigkeit von ihrer kontinuierlichen
Verfügbarkeit steht. Daß sich der Autor nicht in bloßen Schreckenszenarien
ergeht, sondern die macht- und wirtschaftspolitisch seit mehr als einem
Jahrhundert gewachsenen Grundlagen der von ihm so bezeichneten 'Ölwaffe'
auffächert, hebt dieses Buch aus einer Vielzahl von Publikationen hervor, die
sich dieses brisanten Themas verschrieben haben. Es reduziert jedoch nicht die
massive Kritik an der systematischen Etablierung eines Energiekartells auf
spektakuläre Fälle, wie sich aus dem Studium der angefügten Zeittafel ergibt -
beispielsweise die Ereignisse um eine neue Weltordnung der Nachkriegszeit, das
sog. Bretton-Woods-System -, vielmehr weist er auf rund 420 Seiten im Detail die
Verstrickungen aller daran Beteiligten und ihre eindeutige Zielsetzung, das
Weltenergiekartell zu bilden, nach. Das Muster der komplizenhaft anmutenden
Abreden läßt unschwer die repressive Linie der politischen Machtsicherung
erkennen wie auch die knallharte ökonomische Interessenlage der mit ihr offenbar
unentflechtbar verbundenen Wirtschaftskonzerne, im heutigen Terminus als Global
Player bezeichnet. Wenn nun der Autor beabsichtigt hat, dem Leser filigrane
Zusammenhänge zu verdeutlichen - mögen von dem einen oder anderen auch Einwände
im Detail erhoben werden -, so dürfte er dennoch sein Ziel erreicht haben. Es
sind eben nicht nur Verschwörungstheorien, die um die Welt geistern, es sind
harte Fakten, die sie zu widerlegen vermögen. Dazu gehört zweifelsohne dieses
bereits 1992 erschienene, jetzt neu aufgelegte Buch. Es ist von zeitloser Aktualität und zudem um
authentische - nicht konstruierte - Fakten, die jedermann vor Augen stehen, in
den letzten Jahren bereichert worden. Man sollte es daher ebenso als
Nachschlagewerk in Sachen Energiemonopolisierung und woraus sie hervorging für
die kommende Zeit nutzen, um sich nicht von den politisch korrekten
Verlautbarungen oder abwiegelnden Kommentaren einer auf billige Effekte
setzenden Massenpresse dumm machen zu
lassen.
KOPP, 2. Aufl. 2006, ISBN
3-938516-19-4, 19,90 Euro (geb.)
Der
Verlag: www.kopp-verlag.de
in Rottenburg
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