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Wichtige Institute für Ihre Information zum Thema Wirtschaft

Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) www.diw-berlin.de    

Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. (IW) www.iwkoeln.de          

Institut für Wirtschaftsforschung www.ifo.de                                        

 

 

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Wissen ist Macht: Josef Wenzls Kolumnen zur Innenansicht deutscher Ökonomie sichern Ihren Wissensvorsprung. Sein neues Buch ist Pflichtlektüre für alle, die auch in schwierigen Zeiten beruflich vorwärtskommen wollen:

 

Packungsbeilage für das Finanz-Rettungspaket

Management

Globalisierung

Stress-Management

Der Wert eines Jobs

Mindestlöhne

Abgetauchte Top-Manager 

Soziale Gerechtigkeit

Renditenwahn und Regelkreise

Motivation – vom Mythos zum Pathos

Finanzkrise = Brisanzkrise

Emotional-Ökonomie

Praktische Entscheidungstheorie

Die Chancen-Krise

Krisen und Visionen

Change-Management für die Wirtschaft

Führungs-Kunst

Kreditklemme - was tun?

Vollbeschäftigung

Resilience: die unbekannte Kompetenz

 

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►Zur Titelei: Das kulturlos schnelle Vergessen im Markt fördern wir nicht, weshalb wir auf die Inhalte der hier vorgestellten Werke verweisen und nicht auf deren Erscheinungsjahr.

ALTMIKS (Hrsg.) 'Im Schatten der Finanzkrise' (Olzog)

ARTZT 'Wirtschaftsstrukturen neu interpretiert. Die Welle der implosiven Industrialisierung.' (BAV)

BAADER 'Geld, Gold und Gottspieler. Am Vorabend der nächsten Weltwirtschaftskrise.' (Resch)

BACHMANN 'Die Lüge der Klima-Katastrophe (Frieling)

BACHMANN 'Staatsbankrott - Enteignungen - Zwangshypotheken' (Frieling)

BAERWALD 'Egoismus ohne Reue' (Universitas)

BEGICH 'Auf den Spuren einer neuen Alchemie' (Omega)

BRIX 'Dynamisierung der Wirtschaft' (Principal)

DUDEN 'Wirtschaft von A bis Z' (Bibliographisches Institut Mannheim)

ENGDAL 'Mit der Ölwaffe zur Weltmacht' (Kopp)

FARKAS 'Mythos Informationsgeselschaft' (Kopp)

FELDERER/HOMBURG 'Makroökonomik und neue Makroökonomik' (Springer Berlin) Spitzentitel!

FRIEDRICH 'Empfehlungsmarketing. Neukunden gewinnen zum Nulltarif.' (Gabal)

GABLER 'Kompakt-Lexikon Wirtschaft' (Gabler)

GAMPER 'So schön kann Wirtschaft sein. Der Aufbruch der Kulturell-Kreativen.' (Kamphausen)

HÄUSEL 'Brain Script' (Haufe)

HAMER 'Was passiert, wenn der Crash kommt?' (Olzog)

HENKEL 'Die Ethik des Erfolges' (Econ)

KLEIN 'NO LOGO!' (Goldmann)

KOTTEDER 'Die Billig-Lüge' (Droemer-Knaur)

KURZ 'Schwarzbuch Kapitalismus. Ein Abgesang auf die Marktwirtschaft.' (Ullstein)

MANKIW 'Volkswirtschaftslehre' (Schäffer/Poeschel) Spitzentitel!

MEYER 'Wie muss die Wirtschaft umgebaut werden? Perspektiven einer nachhaltigen Entwicklung.' (Fischer TB)

MIEGEL/PETERSEN 'Der programmierte Stillstand' (Olzog)

MÜLLER 'Crashkurs. Weltwirtschaftskrise oder Jahrhundertchance? Wie Sie das Beste aus Ihrem Geld machen.'( Droemer-Knaur)

MUSSEL/PÄTZOLD 'Grundfragen der Wirtschaftspolitik' (Vahlen) Spitzentitel!

OTTE 'Der Crash kommt: Die neue Weltwirtschaftskrise und was Sie jetzt tun können.' (Ullstein)

POLLER 'Frei sein und dienen. Der Weg zur freiheitlichen Bürgergesellschaft.' (Olzog)

RAAB/UNGER 'Marktpsychologie. Grundlagen und Anwendung' (Gabler)

SCHULTZ 'Basiswissen Betriebswirtschaft' (Beck)

SENNETT 'Der flexible Mensch. Die Kultur des neuen Kapitalismus' (BTV)

SIMON 'Radikale Marktwirtschaft' (Carl-Auer-Systeme Verlag)

SMITH 'Der Wohlstand der Nationen' (dtv) 

SPERBER 'Wirtschaft verstehen. 100 Lernmodule für Schule, Studium und Beruf.' (Schaeffer-Poeschel)

STEINER 'Von Mensch zu Mensch. Passives Einkommen durch Empfehlungsmarketing.' (WeckelMedia) Spitzentitel!

STIGLITZ 'Die Schatten der Globalisierung' (Siedler) 

SUNTUM, v. 'Die unsichtbare Hand. Ökonomisches Denken gestern und heute.' (Springer Verlag)

TILLACK 'Die korrupte Republik' (HoCa)

TOWN 'Regel Nummer1' (Vlg. Börsenmedien)

WENZL 'führungs I KRAFT. Neue Energie im Unternehmen.' (Principal) Spitzentitel!

WINTER 'Elite ohne Arbeit' (Ariston)

WOHLTMANN 'Grundzüge der makroökonomischen Theorie'  (Oldenbourg) Spitzentitel!   

ZEISE 'Ende der Party: Die Explosion im Finanzsektor und die Krise der Weltwirtschaft.' (Papyrossa)

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Sie haben bereits zum Fachthema publiziert oder möchten publizieren? Der DeBuMa.de stellt Kolumnen für fundierte Beiträge zur Verfügung. Bitte informieren Sie sich unter e.p.net! 

 

                                                      

 

ALTMIKS (Hrsg.) 'Im Schatten der Finanzkrise'

Das Buch präsentiert eine ausgezeichnete Hintergrunddarstellung von Ursache und Wirkung der Finanzkrise im Spiegel der ethischen Dimension einer enthemmten Geldpolitik sowie der Reformbestrebungen für eine globale Finanz-Weltordnung. Sechs Autoren fächern ihre Sichtweise auf, wobei als Grundpostulat ordnungspolitische Konsequenzen zur Verhinderung erneuter Finanzkrisen auszumachen ist. Ohne eine globale ethische Grundströmung mag das illusorisch klingen, doch sofern alte Tugenden wiedererweckt würden, reüssierte der gesamte Bankensektor und mit ihm der komplementäre Finanzmarkt. Und zwar damit dem, wofür auch Autor Lawrence C. White, Volkswirtschaftler an der George Mason University in Virginia, plädiert: daß ein freies Bankenwesen auf 100 Prozent Reserven gestützt sein müsse, also ein klares Plädoyer für die hundertprozentige Reservepflicht aller Bankeinlagen. Das existierte schon einmal in Deutschland, und es war die sogenannte Golddeckung, die im Markt den Handelnden Sicherheit garantierte. Aber - lesen wir bei einem anderen Autor, Jörg Hülsmann, nach, ebenfalls Volkswirtschaftler und an der Université d' Angers tätig,  der im ersten Kapitel, gewissermaßen als Prolog, die ethischen Probleme der Währungspolitik im Rückblick auf die Entwicklung christlicher Grundsätze für die Warengeldproduktion auffächert. Geben wir ihm Recht, fügen wir aber aus übergeordneter Sichtweise in Kenntnis der psychischen Determiniertheit aller diesbezüglichen Verantwortungsträger hinzu, daß einmal ausgebildete Reaktionsmuster internalisiert werden, was nichts anderes bedeutet, als daß sie Zuschnappreflexe ausbilden, die alles wegbeißen, was ihnen die großen Freßnäpfe wegnehmen und durch kleinere ersetzen will. Die unmittelbare Gegenwart beweist dies dem Leser so hinlänglich wie tagtäglich. Resultiert daraus finanzpolitischerseits nun Resignation anstelle von Reformoffensiven? Man muß es nicht nur befürchten, es stellt nämlich das bisherige Credo aller administrierten Finanzentscheidungen dar. Das Buch weist somit etwas Gutes auf, es informiert den verunsicherten Markteilnehmer auf gänzlich unspektakuläre Weise, fernab aller Apokalypsenpredigten. Das gibt es also auch noch und sollte deshalb eifrig genutzt werden.

 

OLZOG, 2010, ISBN 3-7892-8325-3, 24,90 Euro (HC)

 

Der Verlag: www.olzog.de  in München wwwwwwww                                

 

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ARTZT 'Wirtschaftsstrukturen neu interpretiert. Die Welle der implosiven Industrialisierung.'

Als eine Zurschaustellung ungenutzter Möglichkeiten, so könnte man den Kontext, in dem das Buch zur gegenwärtigen nationalökonomischen Lage Stellung bezieht, bezeichnen. Diese Sichtweise ist nicht neu und eigentlich schon recht strapaziert worden (Schumpeter), gleichwohl versteht es der Autor, dem Leser vor Augen zu führen, welche negative Energie freigesetzt wird, wenn eine Wirtschaft sukzessive zu implodieren beginnt. Implodieren als Modus vivendi des Untergangs in Zusammenspiel mit sich daraus formierenden Innovationsleistungen? Diese hier vertretende These hat ihren Reiz, ist jedoch von rein virtueller Natur. Um beides als Auferstehung aus den Trümmern politischer Unvernunft qua Rahmengebung zu nutzen, setzte dies durchsetzungsfähige Möglichkeiten des Umsteuern voraus - und davon kann realiter keine Rede sein. In diesem Sinne versagt das Buch. Nicht aus Unvermögen, vielmehr aufgrund des Ausschlusses der Unvernunft und Ignoranz aller Marktbeteiligten. Politisch-ökonomische Rahmengebung ist das eine und fatal genug in seiner Ignoranz - Gegenhalten mittels Aufklärung die andere, ebenso fatale, denn sie will keiner vernehmen. So werden die Gesetze des Marktes als die Innovation und Kreativität vernichtenden Elemente fortschreiten und Unsummen Kapitals verbrennen, ehe Besinnung einkehrt. Die Geschichte der Ökonomie (Mankiw) lehrt dies, und es sind jene Tal-und-Berg-Wellenbewegungen, die dem Insider signalisieren, wann welche Woge über das Land hereinbrechen wird. Er kann und wird sich gemäß seiner Kenntnisse wappnen können, was der Mehrheit passiver Marktteilnehmer unmöglich ist. Dies klar zu benennen und darauf hinzuweisen, wie eine ignorante Wirtschaftspolitik die freiheitlich-systemische Marktorientierung des einzelnen ruiniert, ist leider das Manko des Buches. Seine Daten beziehen sich auf den Wandel der industriegesellschaft als artifizielles Wesen, das zwar in der Welt, aber nicht in dem Maße mit der Wirklichkeit kongruent ist, wie es für den Leser sein müßte, um Nutzen aus der Vielzahl ungenutzter Möglichkeiten - die sich auch ihm bieten - ziehen zu können. So bleibt er Zuschauer und fragt sich, wem solche akademische Abhandlung eigentlich Nutzen bringt. Die ihre Grundlage kennen, müssen nicht belehrt werden; die sie nicht kennen, bleiben ratlos außen vor. 

BANKAKADEMIE VERLAG, 2006, ISBN 3-93751-939-4, 34,90 Euro (brosch.)

Der Verlag: www.verlag.bankakademie  in Frankfurt am Main                     

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BAADER 'Geld, Gold und Gottspieler. Am Vorabend der nächsten Weltwirtschaftskrise.'

Was Roland Baader, Diplom-Volkswirt und Autor zahlreicher wirtschafts- und gesellschaftskritischer Werke,  in seinem neuen Buch zum Gegenstand der Betrachtung erhebt, verdient wegen seiner jedem Laien verständlichen Sprache und der Transparenz der Darstellung eines gigantischen, global angelegten monetären Betrugsmodells zum Nachteil jedes hart arbeitenden Bürgers uneingeschränkte Aufmerksamkeit, mehr noch - es sollte zum Pflichtstudium des an machtpolitisch-ökonomischen Zusammenhängen interessierten Lesers avancieren. Baader referiert auf rund 300 Seiten u.a. ausführlich über 'Scheingeld', den Realitätsverlust von Politikern und Bankern, den 'falschen Ideen der Umverteilungs-Organisatoren' sowie über 'Gottspieler', die ihre Gläubigen mit Illusionen füttern und sie zugleich ausplündern. Fundiertes Wissen über geschichtliche Zusammenhänge, sozialpolitische und fiskalische Kontexte und die Gabe, dem Leser dies alles unprätentiös und eingängig zu verdeutlichen, zeichnet Baaders gesamte Werke aus. Dieses hier dürfte jedoch den Rang des Unentbehrlichen einnehmen, und es möge niemand in diesem Lande sagen, er habe von nichts gewußt, wenn ihm die Stunde der finanzpolitisch weltumspannend geplanten Enteignung schlägt. Wie man ihr klug entgegnen kann, das Wissen darum schon heute vorteilhaft nutzt und die in den Massenmedien verschwiegenen Zusammenhänge erkennt, also zwischen den Zeilen politischer Verlautbarungen zu lesen lernt, dies bringt der Autor so nahe an den Leser heran wie es näher (und motivierender) gar nicht möglich sein dürfte. Daß ihm für seine sozialkritischen Veröffentlichungen ein komplementärer Verlag zur Seite steht, mag viele Gauner in Nadelstreifen ärgern, realiter jedoch bedeutet solche Konstellation Aufklärungsarbeit erster Güte. Um eines sollte der Verleger seinen Autor allerdings herzlich bitten: ihm für die kommenden Auflagen ein zeitgemäßes Portraitphoto zur Verfügung zu stellen. Aber dies wäre nur eine sympathieunterstützende Marginalie - ohne Bedeutung für das einzige Prädikat, das diesem Werk gebührt: 'Besonders empfehlenswert.

RESCH, 2005, ISBN 3-9351-9742-X, 18,90 Euro (TB)

Der Verlag: www.resch-verlag.com  in Gräfelfingwww                                 

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BACHMANN 'Staatsbankrott - Enteignungen - Zwangshypotheken'

Daß ökonomischerseits etwas nicht mit rechten Dingen zugeht in unserem Lande scheint allmählich Allgemeinwissen zu werden. Nach Jahren politisch unerbittlicher Forcierung arbeitsfreier Einkommen aus Verweigerung und Spekulation platzte eine Blase. So verlautete es aus vorbelasteten Kreisen. Es zerplatzte jedoch keine Blase der Spekulation, sondern es war schlicht der Zusammenbruch eines Finanzsystems, welches das virtuelle Geld favorisierte und nicht das reale. Was als Blase nicht einmal mehr apostrophiert, vielmehr als Realitätsverlust der Finanzmarktteilnehmer dem verblüfften bis verängstigten Sparer (der nota bene seinen Teil durch pure Zinsgier dazu beitrug) zu verdeutlichen versucht wurde, kommt der Gesamtheit der Steuerzahler immens teuer. Wohlgemerkt der Steuerzahler. Wer aus welchem Grunde auch immer hiervon befreit ist, erlebt sein Waterloo nicht in der Brieftasche, sondern nur vom Hörensagen. Und hier setzt der Autor den Hebel an, der wirklich alles aus den Angeln wuchtet, den volkswirtschaftlichen wie auch den schicken finanzpolitischen Rahmen. Das in seiner Nüchternheit zu lesen erlaubt nur ein Urteil: Endlich! Endlich wird das Leichentuch geliftet, um den malträtierten Toten in seiner ganzen Entstelltheit betrachten zu können. Vermutlich reicht solcher Anblick allein nicht aus, es müssen Fakten her, um die entprechenden Merkmale assoziieren zu können: Was war geschehen, daß es zu diesem zerschundenen Leib kam? Wer und was ist ursächlich dafür? Wodurch wurde er so zugerichtet? Bachmann stellt, das ist klug, Analogien her, die es dem Leser leicht machen, seinen Ausführungen zu folgen. Dieser erfährt beispielhaft, wie die Zeit vor dem Schuldenmachen wohl funktioniert haben mochte (S. 114) bis hin zum Anlegen eines politisch motivierten Maulkorbes für den investigativen Journalismus (S. 277). Seit der Erstauflage 2003 hat der sechs Jahre später aktualisierte Inhalt des Buches keinen Jota an systemischer Sprengkraft eingebüßt, im Gegenteil, es geht noch viel enthemmter zu. Weshalb, wieso und warum? Weil die Ursachen viel tiefer liegen als der normale und vom intimen Informationsfluß ausgesperrte Bürger ahnt. Bachmann deckt sie auf, wohltuend unprätentiös und versiert, und so schließt sich der Kreis der Analogien: vom zerschundenen Leichnahm (des Staates) bis hin zum Leichenbeschauer (dem investigativen Fragesteller), der sich nicht rechtfertigen sollte, es sei denn, Fragen würden künftighin, weil qua p.c. als defätistisch und subversiv gebrandmarkt, straf- und sanktionsbewehrt beantwortet. Fragen beispielweise danach, was denn 'soziale Gerechtigkeit' bedeute. Der Autor subsummiert die gesellschaftspolitischerseits unterdrückte Anwort unter sein Schlußwort mit der Überschrift Die Freiheit in der Defensive. Diese 36 Zeilen allein genügten, um zum Kauf des Buches zu raten. Sich ein X für ein U vormachen zu lassen wäre dann kaum mehr möglich. Wenn doch, dann wäre dies einer pervertierten Informationspolitik geschuldet, die nur ein Ziel kennt: Wahrheiten zu unterdrücken, zu entstellen und zu täuschen. Und die nur einen Feind ausmacht: aufgeklärte, wehrhafte Bürger. Die allein könnten solches Szenario verhindern helfen. Die Angst der Verantwortlichen davor ist riesengroß.

FRIELING & Huffmann, 2009, 2. Auflage, ISBN 3-8280-2790-9, 19,60 Euro (brosch.)

Der Verlag: www.frieling.de   in Berlin                www                                 

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BACHMANN 'Die Lüge der Klima-Katastrophe'

Ein Buch, welches zur rechten Zeit kommt, denn es stellt die Angst der Menschen vor einer heraufziehenden Klimakatastrophe in einen Kontext mit den diese Angst schürenden politisch-ökonomischen Absichten. Welche psychologischen Suggestivmittel eingesetzt werden fächert der Autor in den vier von ihm als 'Akte' bezeichneten Abhandlungen auf. Eine kluge, stringente Gliederung, wie sich erweist. Sie gibt seinem Anliegen ein profundes Gewicht und schafft so das Forum für eine präzise Darstellung dessen, was die eigentlichen Parameter der Beurteilung pro oder contra Wetterbeeinflussung durch den Energieverbrauch des Menschen ausmachen. Gut recherchierte Materialien zum Thema Klima in der Vergangenheit runden hier den oftmals lückenhaften Wissensstand des Laien ab. Den Leser wird insbesondere die Vielzahl der Irrtümer der Wissenschaft im Bereich der Energieversorgung und des Klimaschutzes interessieren, denn diese helfen entschieden, weil sie in Medien und Politik weitgehend unwidersprochen bleiben, das Szenario eines sich anbahnenden Klima-Kollapses zu verfestigen. Ein Widerspruch in sich, denn es kann nicht kollabieren, was keine Wirkung einer Ursache aufweist. Auffallen muß daher dem kritischen Betrachter, daß solches Szenario stets dann eine medienwirksame Abschwächung erfährt, wenn finanzielle Mittel, also Steuergelder, bereitgestellt würden, um den 'anthropogenen Treibhauseffekt' einzudämmen. Geld also soll der Stimulus sein, der einen als unvermeidbar deklarierten, drastischen Klimawandel zum Schaden des Menschen und der Umwelt in seinen Auswirkungen begrenzt oder sogar aufzuheben vermag? Eine eigenartige Koinzidenz, die da verkündet wird. Von wem und weshalb? Darauf gibt der Autor die entscheidende Antwort. Der Leser kann sie auf Seite 171 nachlesen. Rund siebzig Seiten später wird er das Buch um viele Erkenntnisse reicher schließen, weil sie ihm gestatten, sich kein X mehr für ein U vormachen lassen zu müssen. Von welchen Initiatoren? Natürlich von jenen, die mit seiner Angst und Unwissenheit ihr übles Geschäft betreiben wollen.

FRIELING & Huffmann, 2009, ISBN 3-8280-2591-9, 17,80 Euro (brosch.)

Der Verlag: www.frieling.de   in Berlin                www                                 

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BAERWALD 'Egoismus ohne Reue.'

Eines jener rar gewordenen Bücher, den man immer wieder zur Hand nimmt, um, wie der Mann in Schopenhauers Aphorismen zur Lebensweisheit, nicht daran irre zu werden, daß andere unbeirrt vorgeben, allein über die richtige Uhrzeit zu verfügen. Das Buch war und ist ein Muß für alle, denen Pluralismus, Individualismus und Freiheit der Entscheidung etwas bedeuten und die dem Zeitgeist, der jenes infame Kürzel p.c. hervorbrachte, zutiefst mißtrauen und sich ihm zu konstruktiv zu widersetzen gedenken. Und es ist ein Buch über die Funktion freier Wettbewerbswirtschaften im Sinne Adam Smiths' und zugleich ein vehementes Plädoyer für den Willen zur Selbstverantwortung. Den allerdings muß man in einer von PISA-Medien und ihren Zuarbeitern dominierten Landschaft der Nach-68-Ära aufzubringen bereit sein. Eine Entschuldigung für's Abseitsstehenwollen gibt es nicht. Die Unvernunft holt jeden ein, denn Dummheit macht krank, kostet Geld oder ist tödlich.

UNIVERSITAS, 1993, ISBN 3-8004-1292-6, 19,90 Euro (HC)

Der Verlag: www.herbig.net  in München wwwwwww                                 

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BEGICH 'Auf den Spuren einer neuen Alchemie' 

Das Buch weist eine klare, unmißverständliche Zielsetzung auf: 'Wenn der Mensch mit seinen Mitmenschen überleben will, so muß er ein breiteres Wissen um das Leben selbst und die Energien, die es umgeben, entwickeln. Dann kann er zu einem besseren Verhältnis seines Platzes im Universum gelangen.' Es beschäftigt sich vor diesem Hintergrund deshalb zu Recht mit dem grandiosen Erfinder Patrick Flanagan, der in den USA als  Mitauslöser der New- Age-Bewegung gilt. Das mag zwar manchen saturierten Leser davon abhalten, sich näher mit dessen Person und Anliegen zu befassen, doch solches Vorurteil kann nur dringend zu revidieren empfohlen werden, denn: Ihm entgingen nicht nur die frappierenden Denkansätze Flanagans, die zu seinen phantastischen Erfindungen führten, sondern er würde etwas viel Essentielleres versäumen - den Einblick in eine Meta-Organisation von Energien wie beispielsweise der elektronischen Telepathie, der Kommunikation mit Delphinen, der biokosmischen Energie, der Kaskadenwirkung der Elektronen, und er würde sein Wissen dahingehend erweitern, indem er erfährt, was es mit Mikroclustern, Somatiden und dem Kirlian-Effekt auf sich hat. Die Übersetzung aus dem amerikanischen Englisch kann, wenn man vergleichbare Texte und ihre Stolperfallen kennt, nur als äußerst geglückt bezeichnet werden; das macht das Buch leicht und flüssig lesbar und bringt zusätzlichen Gewinn mit sich. Der Autor, Dr. Nick Begich, machte sich einen Namen als engagierter, kritischer Journalist sowie als Ko-Autor Jeanne Mannigs; er hat in seinem Werk einen weiteren, lobenswerten Versuch unternommen, die Kreise all derer in Wissenschaft und Forschung zu stören, denen es noch nie auf Resultate ankam, sondern allein auf die Außenwirkung ihrer Person. Schon deshalb sollte es zur Selbstverpflichtung werden, sich kein X für ein U mehr vormachen zu lassen und nach Alternativen zu suchen. Auf den Spuren einer neuen Alchemie ist eine davon, und zwar eine ziemlich profunde. Deshalb Prädikat: Besonders empfehlenswert!

OMEGA, 2. Aufl. 1999, ISBN 3-930243-08-3, 13,80 Euro (PB)

Der Verlag: www.omega-verlag.de  in Aachen wwww                                

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BRIX 'Dynamisierung der Wirtschaft durch Dezentralisation mittels moderner Informationstechnologie'

Der Autor, promovierter Wirtschaftsfachmann, stellt die Frage, wie man das System der sozialen Marktwirtschaft zu dynamisieren vermag und skizziert in einem ausgezeichneten analytischen Beitrag sogleich die Antwort: indem man es in Cluster - also in zellulare Subsysteme - aufteilt und den daraus resultierenden schöpferischen Output zur Steigerung von Effizienz nutzt und damit Synergien erzeugt. Der These des Autors, es ergäben sich mittels Schaffung von Deregularien per se Innovation, Kreativität und Optimismus bei jenen, die diesen Prozeß als Teilnehmende und Teilhabende initiieren und begleiten, kann man aus der Lebenserfahrung heraus, daß schöpferisches Handeln ohne Einzwängung durch Dritte gesamtgesellschaftlichen Fortschritt erst ermöglicht, nur zustimmen. Denn: Das soziale System der Existenzsicherung des inaktiven Einzelnen durch finanzielle Transferleistungen würde durch ebendiese Clusterbildung in technologischer, wissenschaftlicher und bildungspolitischer Hinsicht nur gefördert werden, nicht aber, wie die Gegner aller Dezentralisierungsbestrebungen betonen, handlungsgesetztlich - also transaktionell - beschnitten. Dem tritt der Autor vehement entgegen und verweist  auf die Vorzüge der Organisation der von ihm sobezeichneten Kompartimente. Er argumentiert stringent unter Hinweis auf die Mikroorganisation der Natur, die, so führt er aus, zellular organisiert ist, was sich jedem, so er ideologisch unverblendet ist und nicht die Makroorganisation von Milieus, d.h. das dort vorherrschende milieutheoretische Element der erzwungenen Subysteme favorisiert, erschließen müßte. Müßte! Leider weist die empirische Verhaltensforschung nach, daß Reformbestrebungen in erster Linie von jenen abgelehnt werden, die an ihr vorrangig partizipieren würden, also wirtschaftlich inaktive, randständige und bildungsferne Gruppen. Deren selbstberufene Vertreter betonen die Fürsorgepflicht für ihre Klientel und verhindern, was späterhin nur unter dem Druck drohender Verelendung umgesetzt werden kann: jene nutzvolle und humane Organisation intelligenter Zellen, die, sich eigengesetzlich fortbildend und weiter aufteilend, zum Wohl aller in Leistungsbereitschaft und Leistungswillen manifestiert. Den rein spekulativen und erkenntnistheoretischen Ansatz vermeidet der Autor durch eine klare, plastische und dem Leser sich zuwendende Sprache, die monströse Fachtermini vermeidet und statt dessen in klar gegliederter Form auf rund 250 Seiten darstellt, was dargestellt werden muß, um einen Begriff davon zu bekommen, wie Wirtschaft in tradierter Weise funktioniert und wie sie vor Elan der Marktteilnehmer geradezu sprühen könnte, würde man sie solcherart konditionieren, wie sie es werden müßte, um endlich der Stagnation, verursacht durch Resignation, Phlegma und Uneinsichtigkeit zu entkommnen. Der Autor gibt sich jedoch keiner Illusion hin: Hierzu gehören Menschen, die Leistung lieben und Leistung fördern. Und um die zu reaktivieren wäre wohl ein weiteres Buch erforderlich.

PRINCIPAL, 1. Aufl. 2005, ISBN 3-89969-027-3, 13,50 Euro (PB)

Der Verlag: www.principal.de  in Münster       wwww                                

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DUDEN 'Wirtschaft von A bis Z'

Ein imposantes Werk von rund 500 Seiten, das durch sein in 3000 Stichworte gegliedertes, auf die jeweiligen Seitenzahlen verweisendes Register ein spielend leichtes Auffinden der Sachbegriffe ermöglicht. Zwölf Kapitel fächern alle wirtschaftsfachlich relevanten Daten und Beschreibungen auf, so daß sowohl für den interessierten Laien als auch dem Ökonomen Sachzusammernhänge in der vom Duden gewohnt schlüssigen Art und Weise transparent gemacht werden. Graphiken, Photos und Infokästchen decken die Textdarstellungen sachübergreifend ab. Insgesamt ein Nachschlagewerk, welches in seiner breiten Themenvarieität hält, was es verspricht: Informationen höchste Güte zu bieten.

Bibliographisches Institut Mannheim, 3. Aufl. 2009, ISBN 3-4117-0963-4, 24,95 Euro (Geb.)

Der Verlag: www.bifab.de  in Mannheim         wwww                                

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ENGDAL 'Mit der Ölwaffe zur Weltmacht'

Der Leser dieses primär zeitgeschichtlich aufbereiteten Werkes wird nach Beendigung der Lektüre eines verinnerlicht haben - daß die Erpreßbarkeit von Staaten wie des einzelnen mit der Drohung des Entzuges von wirtschaftsrelevanten Energien im allgemeinen und der des Öls im besonderen proportional zu deren Abhängigkeit von ihrer kontinuierlichen Verfügbarkeit steht. Daß sich der Autor nicht in bloßen Schreckenszenarien ergeht, sondern die macht- und wirtschaftspolitisch seit mehr als einem Jahrhundert gewachsenen Grundlagen der von ihm so bezeichneten 'Ölwaffe' auffächert, hebt dieses Buch aus einer Vielzahl von Publikationen hervor, die sich dieses brisanten Themas verschrieben haben. Es reduziert jedoch nicht die massive Kritik an der systematischen Etablierung eines Energiekartells auf spektakuläre Fälle, wie sich aus dem Studium der angefügten Zeittafel ergibt - beispielsweise die Ereignisse um eine neue Weltordnung der Nachkriegszeit, das sog. Bretton-Woods-System -, vielmehr weist er auf rund 420 Seiten im Detail die Verstrickungen aller daran Beteiligten und ihre eindeutige Zielsetzung, das Weltenergiekartell zu bilden, nach. Das Muster der komplizenhaft anmutenden Abreden läßt unschwer die repressive Linie der politischen Machtsicherung erkennen wie auch die knallharte ökonomische Interessenlage der mit ihr offenbar unentflechtbar verbundenen Wirtschaftskonzerne, im heutigen Terminus als Global Player bezeichnet. Wenn nun der Autor beabsichtigt hat, dem Leser filigrane Zusammenhänge zu verdeutlichen - mögen von dem einen oder anderen auch Einwände im Detail erhoben werden -, so dürfte er dennoch sein Ziel erreicht haben. Es sind eben nicht nur Verschwörungstheorien, die um die Welt geistern, es sind harte Fakten, die sie zu widerlegen vermögen. Dazu gehört zweifelsohne dieses bereits 1992 erschienene, jetzt neu aufgelegte Buch. Es ist von zeitloser Aktualität und zudem um authentische - nicht konstruierte - Fakten, die jedermann vor Augen stehen, in den letzten Jahren bereichert worden. Man sollte es daher ebenso als Nachschlagewerk in Sachen Energiemonopolisierung und woraus sie hervorging für die kommende Zeit nutzen, um sich nicht von den politisch korrekten Verlautbarungen oder abwiegelnden Kommentaren einer auf billige Effekte setzenden Massenpresse dumm machen zu lassen.

KOPP, 2. Aufl. 2006, ISBN 3-938516-19-4, 19,90 Euro (geb.)

Der Verlag: www.kopp-verlag.de  in Rottenburg www                                

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FARKAS 'Mythos Informationsgesellschaft'

Der Autor unternimmt einen Parforceritt durch die üblen Landschaften politischer Hybris mit all ihren Auswirkungen auf das Selbstbestimmungrecht des Einzelnen sowie zu den Pfründen machtbesessener Organisationen und Verbände, streift auf dem Weg dorthin nicht nur das Weshalb und Warum ihrer Entmündigungsstrategien, sondern entlarvt deren Ursache und Wirkung - und er brandmarkt vehement alles, was ihrer tendentiösen Entwicklung unter dem infamen Kürzel p.c. - politcal correctness - offen oder verdeckt Vorschub leistet. Der Leser ist gut beraten, der Fährte des Autors mit aller Kraft zu folgen, geht es doch allein um ihn, um sein Leben in Freiheit und Wohlstand, um die Achtung seiner unveräußerlichen Grundrechte, um ein Zusammenleben in einem von tradierten Gewißheiten getragenen Gemeinwesen. Der Mythos Informationsgesellschaft erweist sich hierbei tatsächlich als Mythos, denn die Desinformation der zumeist nach rein weltanschaulichen Prinzipien agierenden Print- und TV-Medien hat beispiellose Auswüchse angenommen. Es herrschen weder Stringenz in der Berichterstattung noch Objektivität in der Auffächerung von Hintergrundinformationen, denen der Bürger vertrauen können müßte, gäbe es da nicht den feinen Unterschied des fliegenden Perspektivwechsels je nach politischer Couleur und ökonomischer Beliebigkeit. Und so legt der Autor auch in diesem, bereits in zweiter Auflage erschienenen Buch wieder in der für ihn charakteristischen schnörkellosen Sprache die Finger in die Wunden: ob er die 'verbogenen Werte' des Molochs EU und dessen (vorerst) gescheiterter Verfassung analysiert und den damit intendierten gesellschaftlichen 'Umbau', der sich immer mehr als gelenkter Orientierungswechsel offenbart, oder ob er den Orwellschen Spitzel- und Überwachungsstaat in seiner Krakenhaftigkeit für eine beschlossene Sache hält und konkret auf die schon längst stattgefundene Fundamentlegung seitens einer globalisierten Politik hinweist - er wird niemals schwammig oder ausweichend, sondern tritt Beweis an und flüchtet sich nicht in nebulöse Zukunftsdeutungen. Das ist der große Vorzug dieses Autor. Er schließt sein Buch deshalb treffenderweise auch mit einem Nachwort, das für alle des Denkens nicht entwöhnten Bürger Programm sein sollte: Wissen ist Macht! Die Voraussage, daß dieses neue Werk von Victor Farkas zu einem Standardtitel der Aufklärungsliteratur werden dürfte, wird sich durch weitere Auflagen von selbst legitimieren.

KOPP, 2. Aufl. 2006, ISBN 3-938-516-143, 19,90 Euro (geb.)

Der Verlag: www.kopp-verlag.de  in Rottenburg wwww                                

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FELDERER/HOMBURG 'Makroökonomik und neue Makroökonomik' 

Das erstmals im Jahre 1984 herausgegebene Werk wurde von den Autoren aktualisiert und liegt nun in neuer Auflage vor. Es als Standardwerk zu bezeichnen, ist berechtigt, denn es behandelt in vorbildlicher didaktischer Weise Entwicklung und Ergebnisse der makroökonomischen Forschung und zeigt die differenten Modelle offener Volkswirtschaften beispielhaft auf. Der Leser wird u.a. bekannt gemacht mit der Klassisch-Neoklassischen Theorie, der Portfoliotheorie, der Theorie der Rationalen Erwartungen und des heute wieder stark diskutierten Neokeynesianismus. Ein umfassender Anhang vermittelt die zum tieferen Verständnis erforderlichen mathematischen Kenntnisse. Für Studierende ein Muß, für interessierte Laien eine kundige, tiefgreifende Einführung in das faszinierende Thema Makroökonomik. Prädikat: Besonders Empfehlenswert!

SPRINGER BERLIN, 2005, ISBN 3-54025-02-04, 19,95 Euro (Brosch.)

Der Verlag: www.springer.de  in Berlinwwwwwwwww                                

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FRIEDRICH 'Empfehlungsmarketing. Neukunden gewinnen zum Nulltarif.'

Das Zeitalter des Internets, es ist gar nicht so lange her, als es begann, schuf vielerlei Form der Kommunikation. Das Segemet Kaufberatung entstand aus dem Wunsch nach Vergleich von Waren und Dienstleistungen auf leichte, übersichtliche Weise. Die Kräfte der ersten Stunde fokussierten sich sehr bald auf Detaillösungen, was eine effiziente Kostenstruktur für Anbieter und Nutzer gebar; die Macher der zweiten Generation verfeinerten das System und brachten Wettbewerb hinein um die Gunst der Nutzer dieses Mediums. Die dritte Generation kreierte etwas Althergebrachtes neu: die Strategie der Nutzung von Empfehlungen ihrer Kunden, die man nunmehr als 'User' klassifizierte. Darauf baut die Autorin auf und stellt einen Aspekt in den Mittelpunkt ihrer Ausführungen, der weitgehend - als die Selbstzufriedenheit der Anbieter dies aufgrund blendender Marktdaten sträflich vernachlässigte - unbeachtet blieb, nunmehr jedoch an Dynamik gewinnt. Die angespannt bis miserable wirtschaftliche Lage bedingt dies, keinesfalls eine innere Überzeugung, daß Kunden gewonnen und gehalten werden müssen, um zu überleben. Eines ist allerdings irreführend: Neukunden zum Nulltarif gewinnen zu können. Das vermittelt den Eindruck, als fielen diese vom Himmel und erwürben entzückt Dienstleistungen und Waren.  Es steckt vielmehr ein gerüttelt' Maß an Investition in Zeit und Akquise dahinter, ehe sich der Erfolg einstellt. Wie man beides so verschaltet, daß es einem weder die Luft zum Atmen nimmt, weil man aus Puste gerät, entwirft die Autorin in angenehm unprätentiöser, weil nicht marktschreierischer Weise, und geht dem Leser als Beraterin zur Hand. Das liest sich nett und gewinnbringend, läßt aber außer acht, daß unterschiedliche Charaktere auf beiden Seiten unterschiedliche Ergebnisse zeitigen. Hier wäre ein Kapitel über Verkaufspsychologie angeraten gewesen, gleichwohl legt der Leser das Buch bereichert und nicht desillusioniert aus dem Hand. Zumindest erfuhr er, daß Kundenpflege Kundenpflege heißt und nicht Vernachlässigung und das Beziehungen daran Schaden nähmen, beachtete man solches Gebot nicht. Was also will man mehr?

GABAL, 2006, ISBN 3-89749-467-1, 17,90 Euro (geb.)

Der Verlag: www.gabal-verlag.de  in Offenbach    ww                                

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GABLER 'Kompakt-Lexikon Wirtschaft' 

Der Verlag ist bekannt für seine herausragend edierten Lexika. Hier liegt die aktualisierte Fassung des Wirtschaftslexikons vor. Es umfaßt 2.700 Begriffe des Wirtschaftswissens und gliedert sie leicht verständlich, übersichtlich und - das erklärt den Erfolg - so fundiert auf, wie es fachlicherseits möglich ist, ohne in hermetische Erläuterungen abzugleiten, gerade was die neueste Entwicklung auf dem Gebiete des e-Commerce betrifft. Zahlreiche Graphiken im Zusammenspiel mit vielen Querverweisen runden das Bild des erstklassigen Gebrauchsnutzen dieses von der Gabler-Lexikon-Redaktion mit Fachleuten zusammengestellte Werk ab. Prädikat: Besonders empfehlenswert!

GABLER, 2008, ISBN 3-83490-14-15, 29,90 Euro (Brosch.)

Der Verlag: www.gabler.de  in Wiesbaden    wwwww                                

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GAMPER 'So schön kann Wirtschaft sein. Der Aufbruch der Kulturell-Kreativen.'

Eine seltsame Melange aus Esoterik, Spiritualität und Ökonomie, wobei man bei Letzterer nicht die Smithschen Postulate vernunftmäßig voraussetzen darf, sondern eher eine eigenwillige Interpretation dessen, wie freie Marktkräfte zwecks Erhalt des Eigennutzes fusionieren. Woher der Autor die empirische Furore nimmt und ein Drittel der Bewohner der von ihm so bezeichneten 'Ersten Welt' in 'Kulturell-Kreative' einteilt, weiß wohl nur er selbst. Und wie steht's mit deren Fähigkeiten als Definition von Innovation? Dazu wird nichts gesagt. Immerhin ist Gamper von Zuversicht erfüllt, was die Förderfähigkeit trister wirtschaftlicher Interessen trister Manager in tristen Ökonomieburgen anbelangt, denn er ruft die von ihm ausgemachte kreative Klientel auf, sich auf dem Marktplatz des Wettbewerbs zu engagieren. Toll! Wie, wenn die Mindestvoraussetzungen, nämlich professionelle Marktanalysen und abgesichertes Eigenkapital fehlen? Auch dazu wird nichts gesagt. Der Klappentext lockt den Leser stattdessen mit Aufforderungen wie diesen: 'Das Buch ermutigt, seinen ureigenen und damit sinnhaften und freudigen Beitrag zu geben und nicht länger zu glauben, unverstanden vom Rest der Welt und isoliert zu sein. Geh' auf den Marktplatz, steig ein in das Wettspiel der Ideen und hab' Erfolg damit! Denn was es in der Wirtschaft dringend braucht ist: frischer Wind.' So locker-flockig also werden Karrieren geschmiedet! Was der Leser da tun kann? Das Buch im Internet anlesen und kapieren, welche Kreativität ihn lockt: ein verlagsseitiger Lockruf ist's. Dem Kaufimpuls muß man nicht nachgeben!

KAMPHAUSEN, 2. Aufl. 2007, ISBN 3-8990-107-36, 17,50 Euro (Geb.)

Der Verlag: www.weltinnenraum.de  in Bielefeld  wwwww                          

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HÄUSEL 'Brain Script'

Weshalb verhalten sich Konsumenten so und nicht anders? Weshalb kaufen sie wie normiert, wenn normierte Ware zu normierten Preisen angeboten wird? Wesalb sparen sie dann an anderer Stelle ein, was ihnen normierte Preise zuviel abverlangten? Weshalb haben die Billigdiscounter auch bei denen Hochkonjunktur, die sich coram publico als gutsituiert darstellen? Fragen, auf die der Autor mit den neuesten Erkenntnissen der Hirnforschung zu antworten versucht: Das Gehirn schreibt über die Emotion das Drehbuch, nach denen sich Massenmenschen verhalten, miteinander kommunizieren und im Erwerb von Gütern (nicht von Bildung!) wetteifern. So schön, so gut, mag man meinen und sich davon ausnehmen. Aber Vorsicht! Wie wir alle durch uns selbst manipuliert werden, sofern uns Besitzerwerb und ausgelebtes Lustverlangen als oberstes Gebot des Lebens erscheinen, wird recht eindrücklich in diesem kaum 230 Seiten umfassenden Buch dargestellt. Das Prinzip des Lustgewinns erscheint dem Autor übrigens die Essenz seiner Forschung zu sein, denn dieses Primat varriert ungemein erfolgreich alles, was dem Konsumenten wichtig und heilig ist. Man hat das zwar alles schon andernorts, zum Beispiel in den Werken zur Verkaufs- und Marketingpsychologie gelesen, doch wird auch dieses recht hochpreisige Buch seine (unwissenden) Käufer finden. Der Titel dürfte sie im Glauben geneigt machen, etwas vorzufinden, was sie dann so jedoch nicht erwartet haben - nämlich eine eher abstrakte denn praktischen Nutzen erzeugende Dokumentation des manipulierbaren Ichs.

HAUFE VERLAG 2004, ISBN 3-4480-619-13, 24,80 Euro (Brosch.)

Der Verlag: www.haufe.de  in Freiburg         wwwww                                

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HAMER 'Was passiert, wenn der Crash kommt?'

Ein ärgerliches, höchst überflüssiges, effektheischerisches und mit heißer Nadel gestrickt wirkendes Buch, das auf der Welle der Katastrophenszenarien schwimmt und wohl verfaßt wurde, weil alle Welt zu leiden beschlossen hat und Ausschau nach Wunderheilern hält. Die aber werden enttäuscht, es sei denn, sie können ohnehin nicht eins und eins addieren. Kostprobe: 'Je mehr die Machtgier der Großwirtschaft ein marktwirtschaftliches Wettbewerbssystem überwucherte, desto mehr wurde die Marktwirtschaft zum vermachteten Kapitalismus.' Ach ja. Darauf muß man erst einmal kommen. Von einem Autoren wie Hamer hätte man Essentielles und nicht Banales erwartet. Er sollte mal bei Roland Baader nachlesen, was der zu sagen hat. Der Leser hat Anspruch auf objektiv aufklärende Inhalte, nicht auf Quasi-Wahrheiten.

OLZOG, 2007, ISBN 3-7892-820-65, 29,90 Euro (HC)

Der Verlag: www.olzog.de  in München wwwwwwww                                

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HENKEL 'Die Ethik des Erfolges' 

Was gibt es zu Hans-Olaf Henkel zu sagen? Was gibt es zu Gertraud Höhler zu sagen? Nichts wirklich Neues. Ein bewährter Kunstgriff ist es in Kreisen von Vielschreibern, sich des 'Spin-offs' zu bedienen. Früher ergab dies Fortsetzungsromane, in der Sachbuchszene heute Sachbuchsteilvorlagen. Es muß ein neuer Aspekt her, der das allbekannte Feld der Erkenntnis aus neuer Perspektive beleuchtet. Dann kommen solche Sachen heraus wie dieses Buch, das der Rezensent nicht zufriedenstellend besprechen kann, weil er nicht herausfindet, worin die Beschaffenheit der vielen Worte liegt: in der semantischen Neuausrichtung, in ihrer beifallssicheren Diktion, in dem Redefluß, der nur eines beweist, nämlich die Professionalität der Wort- und Themenwahl? Also schlägt er den Buchdeckel zu und ist froh, nicht auch noch für die Lektüre bezahlt haben zu müssen. Wie wär's, Herr Henkel, mit einem neuen Plot: Management bei Streußelschnecke? Klingt doch amüsant und macht irgendwie neugierig. Irgendwie? Ja, denn der Name verspricht wieder Zustimmung zu den Thesen und Abnicken des Gejammers, wie übel doch alles in Wirklichkeit sei. Solche Autoren braucht das Land nicht. Übrigens, Herr Henkel: Ethik entstammt dem Griechischen ta ethika und bedeutet etymologisch 'Die Sittenlehre' (des Aristoteles). Der wiederum ist Schöpfer der Analytik, die in seiner Kategorienlehre unter 'Tun und 'Haltung' recht wirkungsvoll beweist, daß, wer Erfolg anstrebt, ihn nicht haben kann, berücksichtigte er die Postulate der Ethik. Sie kollidieren miteinander, sie korrelieren nicht. Was also soll der Titel anderes, als gerade die populäre Diskussion über eine Geisteshaltung, die nur heuchlerisch zu nennen ist, zu nutzen, um im Gespräch zu bleiben? Jene Ansprüche, die in diesem Buch so sonor angemeldet werden, sind Quasi-Ansprüche, denn sie zu realisieren bedeutete, ein Rätesystem von Ethikern zu gründen, das Moralität, Habitus und Genie nach Kassenlage zu definieren die Aufgabe hätte. Anders nämlich kann  Erfolg nicht bewertet werden als eben nach Kassenlage. Und die muß nicht in Geldwert gemessen werden, sondern nach Opportunitäten, wie sie beispielgebend in allen -ismen zum Ausdruck kommen. Also lassen wir den Erfolg so, wie man ihn allgemein versteht: als Geld- und Reputationsmaschinerie einer freien Gesellschaft. Pro domo oder zum Nutzen der Allgemeinheit. 

ECON, 2008, ISBN 3-4301-1428-65, 22,00 Euro (HC)

Der Verlag: www.econ-verlag.de  in München  wwww                                

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KLEIN 'No Logo!'

Ein voluminöses Werk sowohl vom Seitenumfang als auch von der fast akribisch zu nennenden Auffächerung der Hintergründe des Erfolges international agierender Konzerne, der sich wesentlich auf die zielgruppenorientierte Instrumentalisierung ihrer Konsumenten und hierbei auf die marktpsychologisch ausgerichtete Attraktivität von Markennamen zurückführen läßt. Hinter deren bunten Logos, so weist Naomi Klein nach, stehen häufig genug menschenunwürdige Produktionsbedingungen, die rücksichtslose Zerstörung der Natur und - jedermann sichtbar geworden - ein kultureller Kahlschlag, der in seinen Nivellierungstendenzen erschüttert, aber offenbar unaufhaltsam fortzuschreiten vermag. Die Autorin fordert die von ihr wachgerüttelten Leser auf, sich des Mißbrauchs ihres Vertrauens zu erwehren, indem sie jene Produkte und Dienstleistungen boykottieren, deren Grundlagen sie ihnen in ihrem Buch vorgestellt hat. Dies geschieht weniger emotional-moralisierend als faktenreich, und es erfolgt in einer in sich schlüssigen Weise, die erstaunt macht, wie unangefochten dennoch Marktbeherrschung und Konsumententäuschung  weiterhin funktionieren können. Es kommt schon einer bitteren Wahrheit gleich: Der Kampf der Global Players um Marktmacht ist ein Spiel mit vielen Verlierern und nur wenigen Gewinnern. 

GOLDMANN, 2007, ISBN 3-442153-123, 10,00 Euro (TB)

Der Verlag: www.randomhouse.de  in Münchenwww                                 

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KOTTEDER 'Die Billig-Lüge'

Der Autor, Redakteur bei der SZ, schlägt um sich: polemisch und - wie man die Süddeutsche einzuordnen weiß - linkslasting. Discounter werden als rüde Preisdrücker von Waren und Personal dargestellt, ihre Methoden benannt und als verachtenswert deklariert - alles wie gehabt. Nun fragt sich der kritische Leser, der Kotteders analytisches Geschick hinterfragt, weshalb der Mann Seiten über Seiten damit füllt? Er tut's, um ein wenig Geld aus dem Markt der sich aufklärerisch gebenden Bücher zu ziehen. Auch das ist legitim, ebenso legitim, wie sich Diskountketten der Kunden versichern, indem sie ihnen etwas bieten, was diese erwerben wollen. So funktioniert Markltwirtschaft nun einmal. Und wer als Personal in diesem Markt arbeitet, der muß sich die Frage nach seiner Qualifikation gefallen lassen. Kann er wenig, kann er gar nichts? Dann wird ihn sein Arbeitgeber entsprechend entlohnen. Dank dafür, daß er Unqualifizierte beschäftigt, ist ihm dabei nicht einmal sicher, denn die Diffamierungskampagnen machen dem natürlichen Instinkt, der darauf hinweist, daß Markt in letzter Konsequenz nur auf Qualität und Güte reagiert, den Garaus. Wie also soll die Welt des freien Handelsmarktes nach des Autors Meinung aussehen? Man lese in der SZ nach, da steht es oft und gerne. So aber, wie sich am Schreibtisch diese Welt wundervoll reglementieren und ideologisch unterfüttern läßt, ist sie nicht. Der Autor und Konsument in Personalunion sollte daher ehrlicherweise zuerst an sich die Frage richten, wie er denn rein privatim marktgesetzlich handelt und welche Parameter des geldwerten Erfolges er u.a. an den Kauf von Industrieaktien anlegt? Und nach welchen Kriterien erwirbt er langlebige Wirtschaftsgüter? Wo betankt er sein Fahrzeug? An der teuersten Zapfsäule? Alle diese Fragen werden nicht gestellt und somit nicht beantwort. Sie wären es aber wert beantwortet zu werden, und zwar um der Glaubwürdigkeit wegen, die hier einer bei anderen vermißt und ihnen als Motiv puren Geiz - und damit Ausbeutung Dritter - attestiert. Der Leser sollte auch geizig sein und 18 Euro für dieses Werk einsparen. Es ist es wegen der stark subjektivierenden Grundhaltung des Verfassers nicht wert gekauft zu werden.

DROEMER KNAUR, 2007, ISBN 3-42677-92-50, 8,95 Euro (brosch.)

Der Verlag: www.droemer-knaur.de  in Münchenwww                                

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KURZ 'Schwarzbuch Kapitalismus. Ein Abgesang auf die Marktwirtschaft.' 

Knapp tausend Seiten Plädoyer für die Institutionalisierung von Rätesystemen, gegen Markt und Wirtschaft, gegen Globalisierung, gegen kapitalistische Geldmaschinen - der Autor verliebt sich direkt  in seinen Rundumschlag gegen alles, was ihm als Mitherausgeber der Zeitschrift 'Krisis' an einem Gesellschaftssystem, an dem er ungeniert partizipiert, sauer aufstößt. Das ist legitim, und das darf er. Wir haben ihn ausgehalten und wie werden ihn aushalten. Aber: Kritik am Kapitalismus, der per definitionem das Zusammenwirken gegenteiliger Kräfte zur Schaffung von geld- und mehrwerter Produktion ist, kann weder abgeschafft noch auf die Sicht eines Erkenntnistheoretikers reduziert werden. Allerdings hat der Autor in einem Recht, wenn er behauptet, daß das System als solches marodierende Banden Wirtschaftskrimineller anziehe. Wie sieht es aber aus in Kuba, Vietnam, Nordkorea, China? Mit offiziellem Rätesystem ökonomisch düster; offiziös indes prosperierend: wenn man Permissivität als Erfolgsfaktor für einen relativ reibungslosen Waren- und Dienstleistungsfluß ansetzt, Kritikern das Handwerk legt und mit der Welt in soufflierendem Ton kommuniziert. Alles, was der Autor da als gegenbeweislich anführt, ist Nonsens und der demokratischen Grundordnung diametral. Will er das? Vielleicht, denn so richtig weiß er es wohl selbst nicht. Er verkörpert die 68er Denkrichtung, in der sich die Halbwüchsigen von damals in der Illusion sonnten, Gesellschaft als eine amorphe Masse ideologisch so zurechtkneten zu können, daß sie auf Kommando pariert. Er spinnt eben den Faden, an dem das Glück des Revolutionärs hauchzart hängt, weiter. Traumweltler muß es geben, soll und darf es geben - nur muß man sie nicht noch belohnen, indem man ihre Weisheiten, die im Grunde genommen nur milieutheoretisch unendlich Wiedergekautes darstellen, nicht auch noch in Geldeswert absegnen. Es ist anzunehmen, daß Kurz von Smith noch nichts las, Mankiew nicht kennt und Schumpeter für ein Gesellschaftsspiel hält. Macht nichts. Theoretisierende Schwarmgeister gibt es zuhauf. Auch sie haben ihren in der Regel wohlbeheizten Platz in jener kapitalistischen Gesellschaft gefunden, deren Finanzierung ihnen nichts wert ist. Erich Kästner hätte dazu gesagt: Jedem Tierchen sein Pläsierchen. Und so möge der Leser es auch mit Kurz halten: an der langen Leine und ihn sich austoben lassen. Pikant ist nur, daß gerade ein Verlag mit der Historie von Ullstein dies vorexerziert.

EICHBORN, 2009, ISBN 3-2821-87316-9, 24,95 Euro (geb.)

Der Verlag: www.eichborn.de  in Berlin                        

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MANKIW 'Grundzüge der Volkswirtschaftslehre'

Das Standardwerk schlechthin. Die gelungene Übersetzung aus dem Englischen transportiert Wissensmächtigkeit nicht - woran viele Werke dieser Art leiden - spröde und eher hermetisch, sondern leicht lesbar und von immenser Opulenz. Dem Laien eröffnet es Verständnis und Einsicht in die Felder der Prinzipien und Wirkungsweisen der Marktwirtschaft, erläutert das Wesen der Opportunitätskosten, wie das Marginalprinzip wirkt und was beispielsweise die Ricardianische Äquivalenz bedeutet. Auf rund 860 Seiten bietet das Werk sämtliche Facetten, die das Thema in allen Winkeln und Nischen ausleuchten. Es sollte Pflichtektüre ab Oberprima werden, doch welcher Wirtschaftspolitiker ließe sich von einem heranwachsenden Lausbub die Phillipskurve erklären? Woran man erkennt, daß nichts entlarvender ist als Unwissenheit. Prädikat: Unverzichtbares Elementarwissen!

SCHÄFFER-PÖSCHEL, 2009, ISBN 3-79102-787-5, 39,95 Euro (HC)

Der Verlag: www.schaeffer-poeschel.de  Stuttgart w                                 

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MEYER 'Wie muss die Wirtschaft umgebaut werden? Perspektiven einer nachhaltigen Entwicklung.'

Es ist schon eigenartig, welche Blüten die Diskussion um Klimaveränderung, Ressourcenverknappung und Wirschaftskompetenzen treibt. Eine weitere der überflüssigen Art heftet der Autor mit diesem Buch an den Baum der Erkenntnis. Er vermengt alles, was es an Unbewiesenem und Vermutungen gibt. Weder die 'dramatische' Ressourcenverknappung wird wissenschaftlich korrekt belegt noch die ins Wahnwitzige abgleitende Klimadebatte ihrer Ursache nach dem Leser transparent gemacht. Stattdessen 'tut ein Umdenken not, um die drohende Katastophe abzuwenden'. Welche Katastrophe, welches Umdenken? Der Autor springt auf den Zug der Weltveränderer auf, unterbreitet Lösungsansätze, die ihrer Stringenz nach nur als staatsmonopolistisch im Rahmen eines Rätesystems zu interpretieren sind, und führt den Leser in inszenierte Abgründe menschlicher Egoismen. Worauf basiert denn der freie Wettbewerb wenn nicht darauf? Was etlichen Ideologen hierzu einfällt, titelt Meyer ungeniert in Frageform: Wie muß die Wirtschaft umgebaut werden? In der von ihm vorgestellten Form jedenfalls führt sie dorthin, wohin einige sie gerne lenken möchten: in Richtung gesicherter Armut für alle. Mehr ist zu diesen dummen Ausführungen nicht zu sagen, halt, vielleicht doch noch etwas: Der geneigte Leser dieser Zeilen möge Gustave le Bons Werk: Psychologie der Massen zur Hand nehmen und verinnerlichen. Dann ist er immunisiert gegen Apokalyptiker wie Bernd Meyer. Daß sein Buch als TB erschienen ist besagt wohl das Maß an Wertschätzung des Verlages, dem es als HC den Lesern vorzustellen offenbar nicht tragfähig genug erschien. Was also diktierte hier die wirtschafliche Überlegung wenn nicht die Gewinnerwartung? Und die dürfte nach einem 'Umbau' noch negativer ausfallen und Autor Meyer noch weniger verdienen.

FISCHER TB, 2008, ISBN 3-5961-7278-0, 9,95 Euro (TB)

Der Verlag: www.fischerverlage.de  in Frankfurt am Mainainwwwwwww              

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MIEGEL/PETERSEN 'Der programmierte Stillstand'

Ein kleines, schmales Bändchen von hoher Brisanz: Meinhard Miegel, Leiter des Institutes für Wirtschaft und Gesellschaft in Bonn sowie Thomas Petersen, wiss. Demoskop in Allensbach, legen eine von der Robert-Bosch-Stiftung geförderte (mikrozensische, aber repräsentative) Untersuchung vor über die Einstellung der Deutschen zu Wirtschaftswachstum und materieller Wohlstandsmehrung sowie deren Bereitschaft, entweder hart für ihren materiellen Erfolg zu arbeiten oder sich eher mit bescheidenem Wohlstand zu begnügen. Die Ergebnisse sind je nach sozial- und wirtschaftspolitischem oder soziokulturellem Aspekt ernüchternd bis begeisternd. Sie könnten Aussagen wie diese provozieren: 'Wir Deutschen' müssen endlich wieder arbeiten lernen, um unseren Wohlstand zu mehren, zumindest aber den Besitzstand zu sichern', oder: 'Endlich haben 'wir Deutschen' kapiert, daß Geld nicht alles, das sich selbstgenügende Sein in einer gleichmacherischen Welt die Seligpreisung der sozialen Postmoderne ist'... Die Autoren fragen, ob solche gegensätzliche Weltanschauung de facto Wohlstand sichernd und nicht eher seiner marktwirtschaftlichen Konzeption nach kontraproduktiv, d.h. Wohlstand mittelfristig reduzierend bis vernichtend ist. Die Antworten darauf findet der Leser in zahlreiche Graphiken und Tabellen eingespeist erschreckt wieder. Erschreckt? Oder tiefinnerlich begrüßend? Der Blickwinkel macht's. Objektiv hingegen stehen wir - nicht nur demographisch bedingt - seit langem an einem Scheideweg. Wohin die Reise geht, wie die Wege sich gabeln, weiß der Volksmund. Er hält hierfür einen einfachen Lehrsatz parat, aus generationenübergreifender Lebenserfahrung formuliert: Voller Bauch studiert nicht gerne und Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Auf solcher dem einen oder anderen Jüngeren vielleicht bizarr anmutenden Grundlage fußen indes die Parameter des wirtschaftlichen Gleichgewichtes. Ansprüche, vereinfacht gesagt, können nur in dem Maße ausgeglichen werden wie es das verfügbar geldwert Erwirtschaftete gestattet. Eine drohende Asymetrie ließe nur das Mittel beliebiger Geldvermehrung zu, wie es quod errat demonstandum die allerjüngste Gegenwart lehrt. Allerdings nur den Unwissenden. Der ökonomisch bewanderte Leser wußte, was auf eine Volkswirtschaft zukommt, wenn politische Hasardeure vertuschen und dem naiven Volk Honig ums Maul schmieren. In diesem Sinne werden die Autoren leider, leider wieder nur jene als Zielgruppe ansprechen können, für die Selbstbescheidung zwar eine Tugend, ökonomisch indes seit Adam Smith der Antrieb - also der Erwerbstrieb - essentiell für Wettbewerb und Wohlstand für jeden Marktteilnehmer ist. Unter dem Kapitel Anspruchdenken findet sich auf Seite 61 eine Aufgliederung über die jeweiligen Lebensziele der Befragten ab 16 Jahren: 'Wachsendes Einkommen' rangiert an letzter Position, an erster Stelle stehen 'gute Freunde haben, enge Beziehungen zu anderen Menschen', und an viertletzter Stelle (!) 'im Beruf vorankommen, aufsteigen.' Die rhetorische Volte zum Buchtitel läßt sich somit leicht schlagen. Dem Leser sollte sie den willkommenen Einstieg liefern, um zu verstehen, woran es in unserem Lande ökonomischerseits seit den Siebzigern hapert, und um die eigene Grundeinstellung kritisch zu überprüfen. Dies mutet wie ein Wort zum Tage an - aber es soll mehr als das sein. Zumindest soll den Leser nach der Lektüre das Empfinden erfüllen, versucht zu haben zu verstehen, weshalb Wirtschaft nur dann ihre Funktion als Wohlstandbewahrer erfüllen kann, wenn alle Markteilnehmer ihren Kräften gemäß an einem Strang ziehen und nicht nur Leistung markieren. Daß Wirtschaftspolitik hingegen erst die Rahmenbedingungen vorgibt und etwa Leistungsbereitschaft einkommenssteuerlich fördert, indem sie Progressionskurven schleift wiewohl Leistungsverweigerung sanktioniert, ist ein anderes Thema. Eine weitere Erhebung unter diesem Aspekt aus marktpsychologischer Sicht wäre begrüßenswert. Ihr voraussagbares Resultat lieferte politischen Akteuren dann keine Ausreden mehr.

OLZOG, 2008, ISBN 3-7892-8258-4, 12,90 Euro (PB)

Der Verlag: www.olzog.de  in München wwwwwwww                                

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MÜLLER 'Crashkurs. Weltwirtschaftskrise oder Jahrhundertchance? Wie Sie das Beste aus Ihrem Geld machen.'

Da haben wir sie nun en masse: die Apokalpytiker, die Gurus, die Krisenhansels, all jene, die sich berufen fühlen, dem biederen Publikum zu veranschaulichen, woher wozu und weshalb die Krise so ist wie sie ist. Wie ist sie denn? Davon steht auf 256 Seiten nichts, was der ökonomisch Interessierte nicht in Lehrbüchern seit Jahrzehnten nachlesen konnte (sofern er ernstes Interesse besaß: vgl. MANKIW 'Grundzüge der Volkswirtschaftslehre'). Weshalb also ein gebundenes Buch für 18 Euro auf den Markt werfen und ein TV-populäres Gesicht aufs Cover drücken? Der Leser wird sich selbst die Antwort geben dürfen, der Rezensent verweigert sich. Es ist ihm zu blöd. Was verkündet der Autor also coram publico: Daß eine maßlose Zockermentalität zum Absturz des Finanzmarktes führte, daß Zahlen und Fakten verfälscht oder schöngeredet wurden, daß 'der kleine Mann' ausgeplündert wurde und und und... Dies alles ist dem ökonomisch gebildeten Leser längst bekannt, und er weiß um des 'kleinen Mannes' Intentionen, wenn es ums leistungsfreie Geldmachen geht: Spitzensätze fürs Tagesgeld bilden das Fundament der Selbstüberschätzung, Vertrauen in Anlageberater den Stimulus für das Gefühl, durch ihn cleverer als alle anderen - die ja Deppen sind - den eigenen Wertschöpfungsprozeß in Gang zu halten. Pro domo, versteht sich und das aus Gründen der Selbstbehauptung im Markt. Man dürfe sich doch nicht unterbuttern lassen! Sagt er. Und so rundet sich das Bild von der großen Krise zur kleinen Krise des maßlos gierigen 'kleinen Mann', der die Banker vor sich hertreibt, weil sie ihn als Kunden nicht verlieren dürfen und wollen - und mit immer halsbrecherischen Zertifikationen für Finanzkonstrukte sorgen, die ausschließlich im Schneeballsystem funktionieren und nichts anderes als Junk-Bonds sind. Und von denen weiß sogar 'der kleine Mann', daß hierbei den Letzten die Hunde beißen. All das steht in diesem Buche nicht - weshalb auch? Weil dies unpopulär ist. Bedeutsamer erscheint dem Autor von Verschwörungstheorien zu reden und von Zinseszinseffekten. Beide tragen nicht die Säulen des Finanzsystems. Jene bestehen einzig und allein aus der Gier eben jenes 'kleinen Mannes', der die Großen am Tische fressen sieht und sich nicht mehr mit Krümeln zufriedengibt. Er blendet dabei aus, daß Geld erst durch Masse entsteht und diese (Anleger-)Masse statisch und nicht homogen ist. Deren Statik resultiert aus jenem verinnerlichten Slogan, der Nehmen, was man nur bekommen kann, als das eherne Gebot der sich zu kurz gekommen Fühlenden in die Tat umsetzt. Und so werden aus Tätern Opfer und vice versa. So einfach stellt sich die Krise dar, die in erster Linie eine ethisch-moralische und erst dann eine sogenannte Finanzkrise ist. Dieses Buch ist daher wie das reale Finanzmarkt-Leben: Tünche statt Essenz!

DROEMER-KNAUR, 2009, ISBN 3-4262-75-06-6, 18,00 Euro (geb.)

Der Verlag: www.droemer-knaur.de in München wwwwwwww                                

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MUSSEL/PÄTZOLD 'Grundfragen der Wirtschaftspolitik' 

Es muß frustierend sein für Wirtschaftsprofessoren: Säue vor die Perlen werfen, gegen eine Mauer anrennen oder in den Wind reden müssen. Die beiden Autoren übernehmen dennoch diesen Akt der Verantwortung für Wirtschaft und Gesellschaft nun in weiterhin aktualisierter Fassung. Ob es nützt? Man muß es hoffen und das Werk gewissen Wirtschaftspolitikern um den Schädel dreschen, bis sie kapieren, worum es in unseren Lande eigentlich geht, weshalb Erstarrung und Stagnation systemisch sind und weshalb jener herbeibeschworene Aufbruch nicht kommt. Den Grund hierfür liefert der Inhalt dieses vorzüglichen Werkes, dem sich Wirtschaftspraktiker und Verbandsfunktuonäre ebenso widmen sollten wie der interessierte Laie, der seine Verunsicherung abstreifen und mündig werden will. Dann würde er die Worthülsen von Superministern und nachgeordneten Schwätzern als solche entlarven und seine eigenen Kräfte mobilisieren, um ihnen zumindest qua Selbstschutz Paroli zu bieten. Es ist schon eine Crux: Kapazitäten in Fragen der Nationalökonomie lassen sich zuhauf finden - es dürfte allein die ideologische Verblendung sein, die sich gegen objektive Data als taub erweist. Die Autoren lehren in Stuttgart und Hohenheim - soweit sind der Berliner Wege nicht, um nicht einer ihren Vorlesungen als Nachhilfeunterricht beiwohnen zu können. Prädikat: Besonders empfehlenswert!

VAHLEN, 2008, ISBN 3-8006-324-38, 22,00 Euro (Brosch.)

Der Verlag: www.vahlen.de  in München  wwwwwww                                

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OTTE 'Der Crash kommt: Die neue Weltwirtschaftskrise und was Sie jetzt tun können.'

Das jetzt in TB-Ausgabe vorgelegte Buch des Professors für Ökonomie erweist sich als jenes seriöse und kompetent verfaßte Werk eines Autors, der faktisch etwas zu sagen hat, und zwar schon 2006, als er das Manuskript vorlegte. Zum Inhalt sei hinzugefügt, daß er sich an des Denkens nicht verlustig gegangene Leser wendet, die sich eine kritische Distanz zum eigenen (ökonomischen) Handeln bewahrt haben. Diese Zielgruppe hat der Autor anvisiert, denn nur ihnen ist zu helfen möglich: mittels eigenverantwortlichen Umganges mit nicht unmittelbar benötigtem Gelde. Das klingt merkwürdig in einem Umfeld von Raffkes, die die Politik ebenso gerne wie ausgiebig als 'kleine Leute' apostrophiert. Nun, da die Schuldigen ausgemacht sind, werden sie zu Opfern gieriger Banker stilisiert und diese wiederum als Verursacher allen Übels gebranntmarkt. Otte korrigiert diese populistische Sichtweise, indem er der politisch-ökonomischen Rahmengesetzgebung eine gewaltige Mitschuld anlastet. Wer sehen kann, der sehe: eklatantes Versagen staatlicher Bankenaufsicht; fahrlässig handelnde LB's; Derugulierung des Derivatenhandels etc. etc. Die Grundlage für das sich schon im Frühjahr 2007 abzeichende und lange öffentlich verschwiegene Desaster (das Buch erschien da bereits) war jedoch nicht ausschließlich die Gier einzelner Manager und deren Planvorgaben an die Mitarbeiter, vielmehr waren es all die raffgierigen 'kleinen Leute', denen Tagesgeldsätze von drei Prozent als Zumutung erschienen und die den Zehnprozenter nahmen, sei er auch in Island oder sonstwo zu ergattern. Ottes Buch liest sich wie eine Protokollierung der die Banker mit ihren wahnwitzigen Ansprüchen vor sich her treibenden 'kleinen Leute' - die mußten um des Überlebens willen Konstellationen der (virtuellen) Geldvermehrung erfinden, um im Wettbewerb der Begierden zu überleben. Sie taten es, sie mußten es tun. Und so schloß sich folgerichtig der Kreislauf des Ruinösen: Malus und Bonus überboten einander - die Mali überlebten, wie man jetzt mühelos feststellen kann. Allerdings gehört hierzu Intelligenz, nicht Bauchgefühl. Otte gibt tradierte Tips, wie man diese sich auf gute fünf Jahre hinziehende Systemkrise, die man euphemisierend Wirtschaftskrise nennt, geldphysisch überlebt, seelisch sodann in konkludierender Eintracht mit sich selbst. Alles dies ist auf rund 380 Seiten fundiert und ohne wirtschaftsenzyklopädisches Wissen lesbar dargebracht und macht diese Buch zu einem Muß. Aber wie gesagt: es muß Intelligenz vorherrschen, nicht das Bauchgefühl. Letzteres demoliert aus Wut den Arbeitsplatz, der einem das Einkommen sichern hilft. Volksmund meint treffend dazu: Nur ein Narr sägt den Ast ab, auf dem er sitzt! Wer von den geneigten Lesern nun den US-amerikanischen Hintergrund des Desasters kennenlernen möchte, lese die Anmerkungen in der Rezension zu Zeises ansonsten nicht erwähnenswertem Buch, und zwar ab Mitte Zeile 18. Das erhellt zusätzlich die von keinem populären 'Aufklärer' vorgetragene Ursache des Weltwirtschaftsumbruches und in dessen Schatten die rigide, den Einzelnen entmündigende 'sozialmarktwirtschaftlich' manifestierte Neujustierung von Geld- und Devisenflüssen, Schuldverschreibungen, Aktien und Zertifikaten. Die dato noch verschwiegenen, bald sieben Millionen Arbeitslosen kümmert's nicht, denn die werden durch geldwerte Armenspeisung so lange wie möglich in Schach gehalten werden. Ottes Pessimismus geht noch weiter: Staatsbankrott, Währungsreform... Sein Credo: Bargeld halten und Gold kaufen. Damit überlebt sich's. Das mutet so altmodisch an und erscheint unter Hasardeuren wie ein Spottlied auf die braven Sparer. Ist's aber nicht, denn am Golde hängt, zum Golde drängt - in leichter Abwandlung des Goetheschen Zitates. Fazit: Ruhe bewahren und die Entwicklung fein beobachten, dann ist reiflich Vorsorge getroffen. Und: keinem Wirtschafts-'Weisen', Polit-Visionär und Berufs-Hellseher auf den Leim gehen!

ULLSTEIN, 2009, ISBN 3548372902, 9,90 Euro (brosch.)

Der Verlag: www.ullstein.de  in Berlin  wwwwwww                                

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POLLER 'Frei sein und dienen. Der Weg zur freiheitlichen Bürgergesellschaft.'

Der Schlüsselsatz zum tieferen Verständnis des klug gewählten, sich an Humboldt orientierenden Titels findet sich auf Seite 189 des rund 300 Seiten umfassenden Werkes: 'Es gibt einen Zusammenhang zwischen Wachstum und Beschäftigung. Aber nicht, weil Wachstum zu mehr Beschäftigung führt, sondern umgekehrt, weil durch mehr Beschäftigung Wachstum entsteht (...).' Diese simple, von Wirtschaftspraktikern seit jeher verinnerlichte Formel ersetzte endlose Debatten in Talkshows, reihenweise erkenntnistheoretische Werke zu Wirtschaftsentwicklung und Wachstumsgenerierung - wenn, ja wenn, politisch Verantwortliche die Scheuklappen aus ideologischer Verbohrtheit und der Hybris selbstherrlicher, beratungsresistenter Entscheidungsfindungen abzulegen gezwungen würden und ökonomische Binsenweisheiten als fundamental wirkende Marktmechanismen eingebleut bekämen. Wäre ein solches Szenario einer sich von oktroyierten Fesseln selbst befreienden Gesellschaft denkbar? Zumindest erhielte sie in der Wirtschaftsgeschichte einen Ehrenplatz. Und damit dürfte solche Annahme in den Bereich der Fabel verwiesen werden. Was der Autor indes beabsichtigt könnte jedoch den Weg dorthin auf Dauer versperren und der Erkenntnis Bahn brechen, daß das Privileg der Selbstbestimmung unaufhebbar mit der Pflicht zum selbstverantwortlichen Handeln verbunden ist, was in praxi sowohl Selbstbescheidung von Wünschen als auch Dienen im Sinne des ichbezogenen Verzichtenwollens zugunsten der Prosperität der Gemeinschaft bedeutete. Hier setzt der Autor für den Leser den Hebel zur Erkenntnis an, und zwar mittels eines umfangreichen Prologs zu Gesellschaft und Staat im Laufe der Geschichte, überleitend in einen Exkurs über den Modernen Verfassungsstaat und hinführend zur Darstellung von Wirtschaftsordnung und Sozialer Marktwirtschaft. Dies ist insofern von Bedeutung, weil Geschichte eben nicht als Abstraktum, vielmehr als eine kausale Abfolge menschlicher Entscheidungen oder Unterlassungen zu bewerten ist. Wer dies akzeptiert, wird dem Autor in seiner Analyse des Versorgungsstaates - der durch verantwortungslose Weckung von Begehrlichkeiten erst etabliert wurde - beipflichten und seiner Schlußfolgerung, daß ausschließlich eine sich an einer 'Kultur der Freiheit' orientierende Gesellschaft eine Gemeinschaft mündiger Bürger bildet, zustimmen. Allein diese ist Herausforderungen zu Fragen ihrer kulturellen Identität, denen des Wertes von Patriotismus und damit letztlich der Prosperität aller Güter, also auch die den Boden hierfür bereitende wirtschaftliche Rahmengebung, gewachsen. Und hier rundet sich das Bild insofern, als Wilh. v. Humboldt in der Idealität einer Gesellschaft die Bildung des Einzelnen zu einem 'proportionierlichen Ganzen' erblickte und dieses Ziel als politische Unabdingbarkeit deklarierte. Horst Poller wählte für dieses Essential zeitgemäße, gleichwohl nicht minder eindringliche Worte, und dies ist das große Verdienst seines Werkes: zu zeigen, was notwendig ist, um das Land aus der Lethargie zu befreien und voranzubringen, was es bedeutet, sich seiner Freiheitsrechte bewußt zu sein, und welche Forderungen der mündige Bürger an sich selbst und sodann an jene, die seine Rechte zu bewahren vortäuschen, mit Vehemenz durchzusetzen bestrebt sein muß. Die Grundlage hierfür in Argumentation und Handeln werden ihm mit diesem wissensgewichtigen Buch anhandgegeben.

OLZOG, 2006, ISBN 3-7892-8192-1, 29,90 Euro (HC)

Der Verlag: www.olzog.de  in München wwwwwwww                                

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RAAB/UNGER 'Marktpsychologie. Grundlagen und Anwendung.'

Psychologie teilt sich in viele Unterdisziplinen auf; eine von ihnen, die es zu beachtlicher Wirkung gebracht ist, ist die Psychologie des Marktes. Ihr immanent ist die Sozial-, Persönlichkeits- und Verhaltenspsychologie. Dies vorausgeschickt, wird der Leser an die Kernfragen der Marktpsychologie herangeführt. Insbesondere die kurze Anmerkung zur Hermeneutik erhellt, das Markt keine hermeneutisch durchdrungenen psychologischen Denkansätze verträgt, sondern aus kühler Analyse des Konsumverhaltens und dessen Lenkung besteht. Aufbereitung, Gliederung und Vorstellung der unterschiedlichen Theorien, ergänzt durch zahlreiche Anwendungsbeispiele aus der Praxis des Marketings und der Personalwirtschaft, bieten Studierenden, Dozenten und Praktikern die intensive Beschäftigung mit den psychologischen Mechanismen, die zu ergründen und in praxi umzusetzen sie anstreben. Ein insofern bemerkenswertes Werk, als es Theorie und Praxis realitätskonform aufbereitet und das sich daher der Zielgruppe von selbst empfiehlt.

GABLER, 2010, 3. Aufl., ISBN 3-409-11596-X, 31,90 Euro (brosch.)

Der Verlag: www.gabler.de  in Wiesbaden    wwwww                                

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SCHULTZ 'Basiswissen Betriebswirtschaft'

Es geht also doch! Sprache als Transportmittel der Verständigung zwischen zwei Menschen ist dann kristallklar und mißverständnislos, wenn der Autor das, was er mitzuteilen hat, fachlich versiert und von der Diktion her in einfache Wort faßt. Dieser hier begreift den Sinn eines Fachbuches also auch faktisch. Der Leser sollte es ihm mit dem Kauf des preiswerten Taschenbuches danken. Was erwartet ihn? Stringente Übersicht über die Kardinalthemen der BWL, und hier versammeln sich alle diesbezüglichen Funktionsthemen von der Finanz-, Produktions- und Informationswirtschaft bis hin zum Marketing. Beispielhaft darf man die zum Abschluß eines jedes Kapitels aufzufindenden Literaturhinweise nennen, auch hier schnörkellos und, was die Studiosi unter den Lesern besonders interessieren wird, es befinden sich darunter keine blind links. Für eine die Vorlesungen vertiefende Lektüre eignet sich dies neben dem äußerst umfangreichen, beinahe filigranen Register auf beste Weise. Und wem sei es noch empfolhlen? Allen mausgrauen Referenten, die noch nie ein Unternehmen von innen gesehen haben, gleichwohl Ratschläge zu deren Führung reichlich parat haben.

BECK, 4. erw. Aufl. 2009, ISBN 3-4235-0863-9, 19,95 Euro (TB)

Der Verlag: www.beck.de  in München    wwwww                                

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SENNETT 'Der flexible Mensch. Die Kultur des neuen Kapitalismus'

Was hier zelebriert wird trägt nicht den Charakter der Aufklärung, sondern ist ein in Essayform gegossener, ziemlich tumber Versuch, Lebensgeschichten Gescheiterter zu reflektieren: Weshalb und warum sind sie nicht dort angelangt, wohin sie wollten? Der Grund ist für den Autor eindeutig zu verifizieren: die Entwurzelung des Menschen durch die Arbeitswelt hat dies verhindert. Sennett benennt sie als die 'neue Arbeitswelt' und weist auf den für ihn strategisch bedeutsamen Punkt für diese für ihn offenkundig inakzeptable Form des Wertschöpfungsprozesses mittels human ressources, nämlich die Flexiblität, die vom einzelnen Teilnehmer im Markt gefordert wird. Er erkennt darin das Übel schlechthin und prangert ein recht diffuses Feindbild an - das des 'Kapitalismus'. Was und wer ist denn der Kapitalismus anderes als eine freiheitllich gewählte Vorsorgeform gegen die Unbilligkeiten des Alltags durch Wertschöpfungsketten, an deren Anfang der Kapitalgeber und an deren Ende der für ihn wertschöpfende Mensch steht? Nichts anderes. Wenn der Autor nun darüber lamentiert, dann verrichtet er dies im Habitus dessen, der sich (geldwerte) Gedanken darüber macht, ob anstelle des Wertschöpfungsprozesses nicht bald ein globaler, systemübergreifender Entwurzelungsprozeß mit Fokus auf den Einzelnen steht, referiert aber leider nicht darüber, welche Gegensteuerung von wem und durch welche Mittel dem Einhalt gebieten könnte. Daran mangelt es eklatant in diesem Buch, dessen essayistische Themenaufbereitung im Kontext mit der Dramatik seines Anspruches (Originaltitel: The Corrosion Of Charakter) eher degoutant als beispielsetzend wirkt. Der Leser möge einmal A. Smith's auch heute noch stimmige 'Theorie der ethischen Gefühle' zur Hand nehmen und erkennen, welche Fragwürdigkeit in der Offensive des Autors liegt, wenn er das Flexible anprangert und in ihm keine Bringschuld des Arbeitsnehmers auszumachen meint. Was aber sonst? Stattdessen weiterhin statische Managements und eisern verharrende Führungsebenen? Es steht zu befürchten, daß diese Mentalität akkurat jenes Element deaktivieren hilft, welches als neuzeitliche Entdeckung Innovation genannt wird - in concreto jedoch nicht anderes darstellt als eben Flexiblität in Denken und Handeln. Zusammenfassend kann man dies dahingehend interpretieren, daß alle Marktbeteiligten zum Sitzen und Rudern in einem Boot verurteilt sind, und sie sind es mehr denn je, umso größer der Streit darüber entfacht wird, wer mit wievielen Ruderschlägen wo wann anzukommen hat. Anders herum: Wer will weismachen, daß Aktienkäufe nicht von jedermann nach dem Kriterium der höchsten Wertschöpfung getätigt werden? Der sog. Volksaktionär ebenso wie der institutionelle Anleger verhalten sich, A. Smith sei nochmals bemüht, 'marktkonform', d.h. auf den eigenen Vorteil bedacht und würden, welch absurde Annahme, nicht eher in verlustbringenden Investitionen eine gewinnsteigernde Strategie erblicken, sondern umgekehrt. So aber läse sich die Argumentation des Autors, hätte er einen Essay über marktmechanistische Vorteilserlangung und Verlusthaftung durch Leichtfertigkeit verfaßt. Nur hätte ihm dann der Leser womöglich die Teilnahme an der Gedankenkette verweigert, denn er fände, daß er ein Anrecht darauf hätte, hierbei zumindest etwas über die Idee des Konkurrenzmarktes, über Monopolstrukturen sowie über Produktionsfunktionen und das Grenzprodukt Arbeit zu erfahren. Dann erschiene der Faktor Flexibilität in einem ganz anderen, nationalökonomisch gefärbten Licht, das jedem Marktteilnehmer aufgrund seiner Intensität die Richtung weist. Da dies unterblieb, wird der Leser die Ausführungen des Autor wohl eher rein feuilletonistisch nennen.

BVT BERLINER TASCHENBUCH-VERLAG, 2006, ISBN 3-833-30-342-5, 8,90 Euro (TB)

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SIMON 'Radikale Marktwirtschaft. Grundlagen systemischen Managements.' 

Wer die bislang zwölf Bücher Simons kennt, weiß, was ihn stilistisch, didaktisch und methodisch erwartet: eine pointierte, bildhafte und überaus lehrreiche Themenaufbereitung. In seinem bereits in vierter Auflage erschienen Werk behandelt der Autor diesmal eine besondere Spezies Mensch, jene nämlich, die aus einer sich organisatorisch ergebenden Aufgabenstellung, aus Berufung oder - was auch vorkommen soll - eher unabsichtlich andere Menschen,  gemeinhin Mitarbeiter genannt, führen. Sie sollen leiten und anleiten, motivieren und disziplinieren, ermuntern oder entlassen - eine Manager oftmals überfordernde und, wie Unternehmensniedergänge beweisen, zumeist wenig lustvolle Art, Generalist zu sein. Die Besonderheit, wie diese Thematik vom Autor behandelt wird, weist zum einen auf seinen beruflichen Hintergrund als habilitierten Psychoanalytiker hin, zum anderen auf den pragmatischen Lehrer für  Führung und Organisation. Und der nimmt sich des Lesers an - der idealtypischerweise ein lernwilliger Manager sein sollte -, fächert anhand zahlreicher Fallbeispiele  deren Verhaltensfehler im Umgang mit Mitarbeitern sowie in der Unternehmensführung auf und erörtert zugleich umfassend die entsprechenden Maßnahmen zur Verhaltensmodifikation. Dies alles erfolgt in einer steten Atmosphäre spürbaren Wohlwollens, die sich aus der Erkenntnis speist, daß Menschen Fehler machen und Fehler dazu da sind, aus der Welt geschafft zu werden. Ein Buch, das sich aufgrund seiner pragmatischen und nicht, wie leider üblich geworden, effektheischerischen und häufig genug nur erkenntnistheoretischen Ausrichtung von selbst empfiehlt und dem man in den Führungsetagen weiterhin hohe Aufmerksamkeit wünschen möchte.

CARL-AUER-SYSTEME VERLAG, 2005, ISBN 3-89670-228-9, 24,95 Euro (geb.)

Der Verlag: www.carl-auer.de  Heidelbergwwwwwww                                

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SMITH 'Der Wohlstand der Nationen' 

Horst Claus Recktenwald war Ordinarius der Ökonomischen Wissenschaften der Universität Erlangen-Nürnberg und zeichnete beim Deutschen Taschenbuch Verlag sowohl als Herausgeber als auch als Übersetzer des Smithschen Standardwerkes verantwortlich; er stellt ihm, was wegen seiner Ausführlichkeit der besonderen Erwähnung bedarf, eine umfassende Würdigung des Gesamtwerkes voran. Adam Smith, schottischer Philosoph und Soziologe (1723 bis 1790) gilt als Begründer der modernen Nationalökonomie. Er knüpfte an die Gedanken Humes an und erblickte die entscheidende Quelle aller sittlichen Beurteilung in der Sympathie. Daraus leitete er sein Postulat ab: 'Handle so, daß ein unparteiischer Beobachter mit dir sympathisieren kann', welches sich damit stark dem Kantischen Kategorischen Imperativ annäherte. Smiths Credo seiner volkswirtschaftlichen Erkenntnisse sind auch in diesem Kontext zu sehen, denn er plädierte vehement für eine ungehinderte Erwerbs- und Wettbewerbsfreiheit, der Grundbedingung eines funktionierenden, dem Subsidiaritätsprinzip verpflichteten Wirtschaftslebens einer freien Gesellschaft. Die heutige Diskussionen über  Marktregularien im allgemeinen und dem Keynesianismus im besonderen lassen indes die Wiedererstarkung der Tradition eines freien Wettbewerbes von Angebot und Nachfrage dringend wünschen. Dtv ist zu danken, das er mit seiner preisgünstigen Taschenbuchausgabe von Smiths Hauptwerk auch in der neunten Auflage weiterhin einen großen Leserkreis ansprechen möchte.

Deutscher Taschenbuch Verlag, 2009, ISBN 3-423-30149-X, 8,90 Euro (TB)

Der Verlag: www.dtv.de  München  wwwwwwwwwww                                

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SPERBER 'Wirtschaft verstehen. 100 Lernmodule für Schule, Studium und Beruf.'

Das es den 'Multis' gleichgültig ist, wer unter ihnen regiert, darf als sattsam bekannt vorausgesetzt werden. Der Autor nimmt den Leser bei der Hand und läßt ihn Funktion, Zielsetzung und Entscheidungskompetenz jener global agierenden Konzerne erkennen, die unrühmliche Schlagzeilen generieren. Der etwas überhöhte Anspruch, nämlich wissensbildend für Schule, Studium und Beruf sein zu wollen, rührt wohl daher, daß der Autor promovierter Volkswirt ist und sein Lehramt dahingehend begreift, daß alles was aus seiner Feder fließt, Lehrinhalte vermittelt. Dem ist hier jedoch nicht so. Dafür ist der Inhalt zu verfacht. Wer allerdings als an wirtschaftlichen Zusammenhängen interessierter Laie das teure Buch ersteht, muß sich sagen lassen, daß er dem Anspruch nach ein Erstklässler in Sachen Ökonomie ist. Das ist nichts Despektierliches, und es wird ihm der Autor viel Neues zu berichten wissen, besonders was die internationale Geldpolitik und die Devisenmärkte anbelangt. Deren Indices und ihr Auf und Ab als weltumspannende Manipulation institutioneller Anleger und politischer Einflußnahmen auszumachen - na ja, eigentlich bedingt Nichtwissen hierüber eine ziemliche Naivität und grundlegende Unkenntnis. So betrachtet mag der Autor Recht haben, wenn er den Faden von vorne spinnt. Nur - als Grundlagenbildung fürs Studium der BWL oder VWL? Nein, hier dürften andere Maßstäbe Geltung erlangen. So bleibt als Resümme, daß der Verlag mit diesem Buch einem Spatzen in der Hand mehr Gewicht einräumt als der Taube auf dem Dach.

SCHAEFFER-POESCHEL, 4. Auflage 2008, ISBN 3-79102-436-1, 19,95 Euro (brosch.)

Der Verlag: www.schaeffer-poeschel.de  in Stuttgart                                  

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STEINER 'Von Mensch zu Mensch. Passives Einkommen durch Empfehlungsmarketing.'

Daß und wie sich Ideen verwirklichen lassen und mögen sie noch so bizarr anmuten, beweist dieses Buch der Selfmade-Frau Gabi Steiner. Sie lädt den Leser ein, ausgetretene berufliche Pfade zu verlassen, sofern er bereit ist, Neues zu erlernen, sein Denken an neuen Strategien zu schulen und sein Können an seinem eigenen Erfolg zu beweisen. Wovon handelt also dieses Buch? Von dem, was sich ein jeder von uns vornimmt, wenn er von einem Kauf, einer Beratung oder einer Idee begeistert ist: Er empfiehlt seine positive Erfahrung weiter. An Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen, eben an jene, die er nicht enttäuschen darf oder möchte. Und davon lebt eine wohlhabende Branche, die sich mit dem Marketing des Positiven befaßt und dies unter die einfache Formel Empfehlungsmarketing subsummiert. Produkte oder Dienstleistungen jedweder Art, so ihr Credo, unterliegen der Regel der Potenzierung, d.h. deren Absatz steigert sich in jenem Maße, wie Produkt und Qualität übereinstimmen, und zwar eingebettet in die Umsetzung einer persönlichen, begeisternden (!) Ansprache. Eine schlichte Erkenntnis, sollte man meinen, doch der Leser erfährt Überraschendes und wird von der Autorin eingestimmt auf ein positives Synergienmanagement, das maßgebend, wenn nicht gar essentiell für große und größte Erfolgsleistungen ist. Wie sie das didaktisch vollzieht und unter Anwendung welcher Strategien, dies ist wohltuend sachlich beschrieben und fern jeder Effekthascherei. Am Schluß wird der Leser, der sich neuen Ufern - auch nebenberuflich - zuwenden möchte, erfahren haben, was den Erfolg im Empfehlungsmarketing bedingt und was er vermeiden sollte, um ihn nicht zu gefährden, sondern wie er seinem Leben eine in jeder Hinsicht beruflich und pekuniär erfüllende, neue Richtung geben kann.

WeckelMedia, 2009, ISBN 3-9808258-7-6, 12,50 Euro (Brosch.)

Der Verlag: www.media.weckel.de  in Dammewwww                                

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STIGLITZ 'Die Schatten der Globalisierung'

Joseph Stiglitz, Nobelpreisträger für Wirtschaft, hat ein Werk verfaßt, in dem er über die Folgen der weltweiten ökonomischen Vernetzung, der Konzentration von Konzernen und der Verelendung von  Volkswirtschaften (s. Argentinien und Brasilien) episch referiert. Das Aufdecken von Mißständen ist das eine, die Initiierung von Gegenmitteln das andere. Hier enden gewissermaßen die Kapitel. Schade. Es wäre nützlich gewesen zu erfahren, welche Wirtschaftspolitker welche Wirtschaftspolitik wie und wann und mit welchem Resultat bei welcher falschen Weichenstellung betrieben haben und welches die Wirkung welcher Ursache war. Das rechtfertigte dann, das Buch zur Hand zu nehmen und sich bilden zu lassen. So aber ist es nur Lektüre, die man frustriert zur Seite legt oder als Geschenk entsorgt. 

SIEDLER, 2005, ISBN 3-88680-753-3, 19,90 Euro (HC)

Der Verlag: www.randomhouse.de  München  wwww                                

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SUNTUM, v. 'Die unsichtbare Hand. Ökonomisches Denken gestern und heute.' 

Es gibt sie eben, Bücher wie diese und Bücher als Hülle ohne Inhalt. Was der Autor hier in diesem Werk dem Leser nahebringt, ist schlicht bestechend in Diktion, Stil und Fachaussage. Im Grunde genommen stellt seine Arbeit eine - leise und unaufdringliche - Einführung in die Volkswirtschaftslehre dar, ohne zu belehren, ohne zu verurteilen, sondern angefüllt mit pofundem Fachwissen und der Gabe, komlexe Zusammenhänge anschaulich, prägnant und interessant darzustellen. Er entlarvt in diesem Kontext die billigen Polemiken führender Gewerkschaftsfunktionäre und parteiengebundener Verbände ebenso wie er die gangbaren, aber eben ent-ideologisierten Wege hin zum selbstbestimmten und der freien Entscheidung verpflichteten Handeln jedes Marktteilnehmers aufzeigt. Summa summarum: Dem Autor ist das Kunststück gelungen, Leser in seinen Bann, das Metier der Nationalökonomie, zu ziehen und sie teilhaben zu lassen an einem immensen Wissensschatz. Von wenigen Büchern aus dem Hause Springer Wissenschaft kann sagen, daß sie ebenso lesenswert wie populärwissenschaftlich daherkommen wie dieses. Vielleicht hatte Bertelsmann ein Auge drauf gehabt. Den Leser als interessierten Laien dürfte es freuen. Prädikat: Besonders empfehlenswert!

SPRINGER VERLAG, 2007, ISBN 3-54041-0031, 24,95 Euro (geb.)

Der Verlag: www.springer.de  Heidelberg wwwwwww                                

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TILLACK 'Die korrupte Republik'

Korruption als Alternative zur filigranen Feinarbeit, durch Fleiß und Können zu reüssieren - ist das überhaupt noch vorstellbar? Natürlich ist das vorstellbar, auch nach der Lektüre der jeden gutgläubigen Bürger sprachlos machenden Auflistung jener Institutionen, Lobbyisten, Wirtschaftsführer und Politiker - welche als jüngsten Streich auch die Gründung der 'Bad Banks' in 'bewährte' Händen legten -, nur bedarf es hierzu einer organisiert breiten Aufklärung. Diese ist, abgesehen von einschlägigen, investigativen  Publikationen, nur als absichtsvoll mager zur bezeichnen. Der Kreis jener, deren Einfluß auf Machtentscheidungen unser Land maßgebend prägt, wacht mit bösartigen Reflexen darüber, daß entweder euphemisiert wird, sofern Aufdeckung nicht vermieden werden kann, oder sie schwingt das Zepter des gutmenschlichen 'Sponsorings', wie Einfluß- und Vorteilsnahme faktenentstellend benannt werden. Solche amoralischen Vernebelungstaktiken zeigt Tillack exemplarisch an etlichen Beispielen auf; folgerichtig hierfür bewertet er die 'Tradition des Amtsgeheimnisses', die ihrer Konstruktion nach Bestechung und Betrug de jure immens erleichtert... Dem Leser eröffnen sich in dem knapp 300seitigen, mit einem umfangreichen Personenregister versehenen Buch Perspektiven, deren krumme und schiefe Linien ihm bislang nicht aufgefallen sein mögen, und das ist das große Verdienst des Autors: ein neues (hinterfragendes) Sehen zu lehren und sich nicht mit floskelhaften Beschwörungen, alles habe seine (krumme und schiefe) Ordnung, zufrieden zu geben. Sein Buch reiht sich daher ein in die Riege unerschrockener Journalistik, von der man wünschte, daß sie sich auch in den Massenblättern unbehindert artikulieren könnte. Damit würde zwar nicht die Basis von Korruption entzogen, deren stillschweigende Duldung hingegen erschwert und die Attitüde des Unvermeidbaren, hinter der sich die Beteiligten gerne verbergen, als ächtenswert gebranntmarkt.

HOFFMANN&CAMPE, 2009, ISBN 3-455-50109-4, 19,95 Euro (Geb.)

Der Verlag: www.hoca.de  in Hamburg              www                                 

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TOWN 'Regel Nummer1'

Man kann diesen Ratgeber unter die Kategorie 'Renditemaximierung' subsummieren. Da ist einer, der sich Selfemademan nennt, bislang einen ganz anderen Job gemacht hat (Green berets) und dann per 'Zufall' an einen geriet, dem er das Leben rettete und der ihm sodann aus Dankbarkeit seine Weisheitsschätze aus dem Geldmarkt zu Füßen legte. Liest sich toll, ist natürlich eine american legend und soll belegen, welche Fähigkeiten in jedem schlummern, der sich das Geldmachen aufs Panier geschrieben hat. Soweit so schlecht. Der Leser sollte allerdings wissen, was ihn in diesem Buch erwartet: eine Reihe munter dahingeplauderter Tips rund ums Value-Investment, dessen Erfolg sich in der Regel Nummer1 zusammenfassen lassen soll: Verliere kein Geld! Das dürfte nur den aufhorchen lassen, der solche Weisheit für die Grundfesten des Investierens hält. Was ist denn daran schädlich, mag er unbedarft fragen. Ganz einfach, lieber Frager: Diese Idee ist vom Denkansatz her so schädlich wie du für dein Unternehmen als Kostenfaktor schädlich bist. Wer Renditemaximierung als sein Ziel ansieht, der darf sich nicht wundern, wenn ihm sein Arbeitsplatz unterm Hintern weginvestiert wird. Es gibt ja viele andere, lieber Frager, die so denken wie du. So wenig wie du ihnen wert bist, ist dir derjenige wert, den du durch die Befolgung der Regel Nummer 1 vom Hocker fegst. War dir das klar? Nein? Gut dann lese das Buch in dem Jargon, den du hier absichtvollerweise antriffst und dir dabei auch nichts gedacht haben magst. Er soll dich einstimmen auf die locker-flockige Weise, wie mal eben einige Tausende Arbeitsplätze Towns Regel Nummer eins zum Opfer gefallen sind oder morgen fallen werden. Fazit: Ein typisch amerikanisches, amoralisches Ums-Goldene-Kalb-Tanzen-Spektakel zum Geldmachenwollerpreis. Die schätzt der Verlag gewiß.

VERLAG BÖRSENMEDIEN, 3. Aufl. 2007, ISBN 3-9383-50-342 , 29,90 Euro (geb.)

Der Verlag: www.deraktionaer.de  in Kulmbach       w                                

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WENZL 'führungs I KRAFT. Neue Energie im Unternehmen'

Aus den schier endlosen Publikationen der Management- und Unternehmensführungs-Publikationen haben stets nur jene Erfolg im Markt, deren Profil nicht erkenntnistheoretischer, sondern praxisrelevanter Natur ist. Josef Wenzl, erfolgreicher Manager alter Schule und Niederlassungsleiter eines international tätigen Konzerns, weiß also wovon er spricht. Sein Buch will daher nicht die Anforderungen stillen, in der ersten Reihe eines schicken Mahagoniregals in einem repräsentativen Arbeitszimmer zu glänzen, es  stellt vielmehr Ansprüche an seine Benutzer, nämlich hineinzuschauen und es durchzuarbeiten. Zum eigenen Nutzen, nicht zu Showzwecken. Und da Wenzl sogleich von der ersten Seite an praxiserfahren in medias res geht, ergeben sich neue Gesichtspunkte eines uralten Themas: Wie führe ich mich und meine Mitarbeiter und wie behaupte ich ein Unternehmen im globalen Wettbewerb? Auf dieser soliden Grundlage gestaltet sich das Buch, und zwar in einer episodenartigen Gliederung, die indes nur ein Ziel kennt: Wissen vermitteln zu wollen, tradierte Tugenden fortschreiben und unternehmerische Essentials als das sichtbar zu machen, was sie ihrem Kern nach sind: unverzichtbare Bausteine für ein wettbewerbsfestes, innerbetrieblich starkes und von der Außenansicht her als grundständiges und dennoch hoch innovatives Unternehmen bewertet zu werden. So beginnt der Autor folgerichtig mit der Auffächerung dessen, was er unter Energie (management by energy) begreift, rekurriert auf die hierfür notwendigen mentalen Fundamente der Mitarbeiter - treffend als energetisches Fitnessprogramm bezeichnet - und führt in der schwungvollen Linie seiner Argumentation hinüber zu 'Unternehmens-Bodybuilding', 'Change Management' und den unverzichtbaren Inhalten der Mitarbeiter-Motivation. Solches Credo zusammenfassend erfährt der Leser vom Autor im Vorwort: 'Kraft kommt durch Energie, Führung zündet (gleichermaßen wie eine Rakete) in drei Stufen: im Selbst, im Unternehmen, in der Mitgestaltung der Gesellschaft.' Das ist wohl wahr, in sich schlüssig und dennoch in einer der Oberflächlichkeit zugeneigten Zeit allseits arbeitsschonender Renditeerwartung ein hohes Gut, das es (erneut) zu verinnerlichen gilt. Welche ökonomischen Früchte dies in praxi hervorzubringen vermag erfährt der Leser mehr als hinreichend, nämlich didaktisch versiert und voller Alltagsbezogenheit. Die kann er im übrigen zeitthematisch abgestimmt in der monatlichen Rubrik des Autors in Deutscher-Buchmarkt.de nachlesen. Ihr Inhalt könnte für ihn karrieremäßig neben den Empfehlungen in seinem Buch zum zusätzlichen Schrittbeschleuniger werden. Fazit: Das Werk Wenzls ist einer jener raren Lichtblicke in der Managementliteratur, der eines deutlich erhellt, daß aus der Praxis heraus anders bewertet und argumentiert wird als in politischen Schwatzbuden und universitären Studiengängen. Der Autor beseitigt solches Defizit und bietet mit seinem Buch allen beruflichen Engagierten, gleich ob schon Führungskraft (und dennoch wissbegierig) oder in zweiter Reihe und auf dem Sprung, den Einstieg in die Kunst des Selbstmangements sowie der Mitarbeiter- und Unternehmensführung. Sie sollten es konsequent nutzen, um ihren Vorsprung vor den Mitbewerbern zu sichern!

PRINCIPAL, 2008, ISBN 978-3-89969-072-9, 24,80 Euro (geb.)

Der Verlag: www.principal.de  in Münster       wwww                                

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WINTER 'Elite ohne Arbeit' 

Für viele eine persönliche Tragödie, für Zyniker eine längst fällige Marktkorrektur: das rigide Zurechtstutzen all der hochfliegenden Pläne jener high potentials, deren Ausbildung zu großen Karrierehoffnungen Anlaß gab. Stefanie Winter, Autorin und Journalistin, hat sich des Themas kurz, knapp und pointiert angenommen und zeigt die Hintergründe des schleichenen Endes einer bis Mitte der neunziger Jahre prosperierenden bundesrepublikanischen Wirtschaft auf. Zum Opfer einer verfehlten und maßlos ideologisierten Politik der Umverteilung, der Bevormundung und des Egalitarismus wurden daher zunehmend auch - und sie vermuteten es nicht einmal ansatzweise - die jungen, hervorragend ausgebildeten Berufseinsteiger, deren Tätigkeitsfelder wegbrachen, zusammengestrichen oder ersatzlos entsorgt wurden. Sie sahen sich somit vor eine grundlegende Neuorientierung gestellt, und es sind nicht wenige, die dieses Land enttäuscht verließen, um andernorts ihren Lebens- und Berufsweg zu planen. Man kann nur mit Nachdruck wünschen, daß ihnen Erfolg beschieden ist. Das Buch verdient auch insofern hohe Aufmerksamkeit, als es den Finger auf diese Wunde legt und mit Nachdruck darauf hinweist, welche Prioritäten Politker aller Parteien zu setzen haben, um das Land wirtschaftlich endlich voranzubringen: indem es jene ehrt und ihnen die Wege ebnet, die bereit und hochmotiviert sind, außergewöhnliche Leistungen zu erbringen. Die Autorin verweist  zurecht auf die Fragwürdigkeit einer Politik, die sich in erster Linie der Vermittlung schlecht qualifizierter Arbeitnehmer bemüht, anstatt ihre Aufmerksamkeit vermehrt jenen zu widmen, die, als Besserverdienende diffamiert, Höchstleistungen zu erbringen willens und in der Lage sind. Es nützt in der Tat nichts, die Starken zu schwächen, um die Schwachen nicht mehr schwach erscheinen zu lassen. Das ist die Credo dieses Buches. Prädikat: Besonders empfehlenswert!

ARISTON, 2003, ISBN 3-7205-2411-6, 14,95 Euro (HC)

Der Verlag: www.hugeldubel.de  in Münchenwwww                                  

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WOHLTMANN 'Grundzüge der makroökonomischen Theorie' 

Das Lehrbuch richtet sich primär an Studenten des Grund- oder Haupstudiums, die sich zum erstenmal mit dem Gebiet der Makroökonomie befassen. Es ist aber didaktisch zugleich so aufbereitet, daß interessierte Laien höchsten Nutzen aus Darstellung und Abhandlung der Determinanten des gesamtwirtschaflichen Einkommens, der Beschäftigung, des Preisniveaus und des Zinsatzes bei festen und flexiblen Lohnsätzen zu ziehen vermögen. Das Werk zeichnet darüber hinaus eine bei Lehrbüchern vergleichbaren Inhalts oftmals nicht vorzufindende Präzision der theoretischen Darstellungen aus, weshalb auch hier der interessierte Laie einem Fundus an Wissensvermittlung begegnet, der es ihm erleichtert, sich dem Stoff nicht nur zuzuwenden, sondern die daraus resultierende Wertschöpfung an Erkenntnissen in seine Grundhaltung zu den aktuell thematisierten Fragen einer Weltökonomik, die oberflächlich als Globalisierung bezeichnet wird, zu integrieren.

OLDENBOURG, 2008, ISBN 3-48658-454-5, 34,80 Euro (geb.)

Der Verlag: www.oldenbourg.de  in München                                           

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ZEISE 'Ende der Party: Die Explosion im Finanzsektor und die Krise der Weltwirtschaft.'

Sie strömen auf den Markt - die Ratgeber, die coram publico die Allheilmittel (im Konjunktiv zu sehen) anpreisen und doch nichts weiter als Krisengewinnler sein dürften. Was der Autor hier bietet gibt Anlaß zum Stirnrunzeln, denn die übergeordnete Ideologie ist greifbar: Verstaatlichung des Bankenwesens, Aufsicht, Kontrolle etc. pp. Das ist jene Lösung, die, weiter gedacht, Devisenausfuhrbeschränkungen, gläserne Konten und Allmachtsgefühle für Datenjäger und Steuerfahnder impliziert. Wollen wir das? Nein! Nun aber werden jene Verfechter der individuellen Verantwortbarkeit jedwedes Handelns als geächtete 'Neoliberale' den Buckel hinhalten müssen, damit sich die Schuldigen am unregulierten Fortgang des Desasters ausmachen lassen. Dem Autor indes sollte man liberalerweise eine abweichende Meinung zugestehen, welche allerdings an den Grundfesten der demokratischen Grundordnung rüttelt und Marktmechanismen suspendiert. Nun hätte man gerne von der Ursache der Wirtschaftskrise, die als Finanzkrise etikettiert wurde, gelesen, doch Fehlanzeige. Diese Ursache greift weit zurück, nämlich in die 80er Jahre, und liegt im US-Immobilienmarkt begründet. Clinton, damaliger Präsident des Landes der unbegrenzten Möglichkeiten (also auch der maliden), zwang seinerzeit die Hypothekenbanken dazu, auch an unsichere Kantonisten Hypothekendarlehn zu vergeben; das Ziel war, eine deutlich steigende Wohnungseigentumsquote zu erzeugen, um die Menschen zu beruhigen und zu binden. Sein Kalkül: Wer Eigentum besitzt, der wird nicht mehr gewalttätig, sorgt für seine Kinder und arbeitet. Also konnte die im Bauministerium tätige Roberta Achtenberg für ‚gerechtes Wohnen und Chanchengleicheit’ sorgen, und zwar rigoros mittels neu eingerichteter ‚Vollzugsbüros’, die Heerscharen von Anwälten und Ermittler beschäftigten, die darauf achteten, daß keine der Hypothekenbanken die Antragsteller wegen ihrer Rasse etc. benachteiligten. So wurden sie gezwungen, Hypotheken zu vergeben, die objektiven Kriterien nach gar nicht bedient werden konnten... Man legte zudem die Nationalbanken an die Leine, die ein Viertel, die anderen drei Viertel der Darlehn vergaben, und erfand flankierend hierzu eine neue Bewertung (analog dem AAAA-Rating), nämlich das CRA (Community Reinvestment Act). Kriterium war, wieviele Kredite an die nur wenig zahlungskräftigen Kunden vergeben wurden. Je umfangreicher, desto höher wurde das Rating eingestuft. Das wiederum zog, weil es strategisch so angelegt worden war, natürlich positive staatliche Gutachten für Fusionen, Erweiterungen und die Eröffnung neuer Geschäftsstellen nach sich. Damit wurde den Banken gewissermaßen ein Betätigungsfeld eröffnet, das sie voraussehbar expansiv nutzten. Und somit war die Basis für den Zusammenbruch von Mac und Mae und Lemann und anderen gelegt... Das liest der Leser bei Zeise nicht, wohl weil es nicht ins Konzept paßte. Damit wurde eine Chance zur objektiven Aufklärung vertan. Und das könnte vor dem Hintergrund des vom Autor bevorzugten Zukunftsmodells eines staatlich und global regulierten Finanzmarktes sehr subjektive Gründe haben. Oder meint er tatsächlich, darin würden politisch-ökonomisch fundierte Zockereien ausgemerzt? Soviel Naivität wäre fahrlässig.

PAPYROSSA, 2009, ISBN 3-89438-396-8, 14,90 Euro (brosch.)

Der Verlag: www.papyrossa.de  in Köln                                                

                                                      

Materialien - 1885-1971 - zum Themenkomplex Wirtschaft.

 

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Böhm-Bawerk: Kapital und Kapitalzins. Fischer, Jena 1921.

Burnham: Das Regime der Manager.  Union Deutsche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1948.

Carey: Socialökonomie.  Eichhoff, Berlin 1866.

Cassel: Theoretische Sozialökonomie. Deichert, Leipzig 1932.

Cohn: System der Nationalökonomie. Enke, Stuttgart 1885.

Eucken: Grundsätze der Wirtschaftspolitik. Mohr, Tübingen 1952.

Eucken: Die Grundlagen der Nationalökonomie. Fischer, Jena 1943.

Friedman: Kapitalismus und Freiheit. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1971.

Gossen: Entwicklung der Gesetze des Menschlichen Verkehrs. Bonset, Amsterdam 1967.

Hayek: Preise und Produktion. Springer, Wien 1931.

Keynes: Vom Gelde. Duncker & Humblot, Leizig 1932.

Marshall: Handbuch der Volkswirtschaftslehre. Cotta Nachf., Stuttgart 1905.

Müller: Wirtschaftsordnung und Wirtschaftspolitik. Rombach, Freiburg i.Br.1966.

Rau: Grundsätze der Volkswirthschaftslehre. Winter, Heidelberg 1837.

Schmölders: Konjunkturen und Krisen, Rowohlt, Reinbek 1955.

Schneider: Einführung in die Wirtschaftstheorie. Mohr, Tübingen 1963.

Schumpeter: Das Wesen u. d. Hauptinhalt d. theoretischen Nationalökonomie. Duncker & Humblot, Leipzig 1908.

Sombart: Der moderne Kapitalismus. Duncker & Humblot, Muenchen 1921.

                                                      

 

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