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ANTIQUARIATE

 

 

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ANTIQUARIATE

 

 

 

 

Psychotherapie

 

 

 

 

 

 

Folgen Sie den berühmten Vorbildern!

Konrad Adenauer hat es gewusst, der im Alter von 74 Jahren Bundeskanzler und, wie man weiß, einer der erfolgreichsten wurde. Er stieg jeden Morgen in eine Wanne mit kaltem Wasser. Ernst Jünger hat es gewusst, der den gleichen Morgenritus einhielt bis er hundert Jahre alt war; von da ab hat er morgens nur noch kalt geduscht.

Ein Professor aus den USA hat nachgewiesen, dass infolge eines Kaltwasserbads die Tätigkeit des Immunsystems deutlich ansteigt und führt einen Feldversuch mit 5000 Freiwilligen als Langzeitstudie durch. Er zeigt unter dem Mikroskop, dass sich die Anzahl der weißen Blutkörperchen dabei vervielfacht.

Es ergibt sich auf diese Weise die folgende Wahl: Entweder man wartet das Ergebnis dieser Langzeitstudie ab und lässt sich in dreißig Jahren, wenn das eigene Leben zur Neige geht, davon überzeugen, dass man in diesem Punkt etwas Wesentliches versäumt hat, oder man beginnt sofort selbst, mit dem kalten Wasser Kontakt aufzunehmen. Dann spürt man nach kurzer Zeit, wie dieses Medium wirkt, und weiß aus eigener Erfahrung im Voraus, wie das Ergebnis der Studie lauten wird.

 

Die Kälte langsam in den Körper eindringen lassen!

Zur Durchführung der Übung: Eine Handbrause ist besser als eine fest installierte Dusche. Wenn der Brausenkopf verstellbar ist, dann stellen Sie einen möglichst scharf gebündelten Strahl ein. Stellen Sie den Wasserfluss auf maximale Stärke und richten Sie den Strahl zunächst auf die Hände oder Füße, auf weit vom Rumpf entfernte Körperteile. Die Käl­te soll langsam in den Körper ein­schleichen. Gleiten Sie mit dem Strahl jeweils von der Hand den Arm hinauf oder vom Fuß das Bein hinauf, so dass Arme und Beine bereits an die Kälte gewöhnt sind, wenn der Rumpf noch gar nicht benetzt ist. Dann kommt das Gesicht an die Reihe und anschließend Nacken, Brust, Bauch und Rücken, von vorn und von den Seiten, in beliebiger Reihenfolge. Die Prozedur mehrmals wiederholen, jedes mal über Arme und Beine zum Rumpf hin, so lange, bis Sie das Gefühl haben, einen Effekt erzielt zu haben, also nicht zu kurz und nicht zu lange.

Ob Sie die Übung im Krankheitsfalle fortsetzen, müssen Sie selbst oder nach Rückfrage mit dem Arzt entscheiden. Wenn der Arzt Ihnen jedoch sagt, etwa im Falle von Rückenschmerzen, Sie sollten den Rücken besonders warm halten, dann ist das kein Grund, die Übung zu unterbrechen: Richten Sie den Wasserstrahl besonders ausgiebig auf die schmerzende Körperstelle. Infolge der Kälte verstärkt sich die Durchblutung und eine innere Erwärmung ist die Folge.

Wenn einige der genannten Vorbedingungen nicht gegeben sind – Hand­brau­se, verstellbarer Duschkopf -, dann muss man so gut es geht improvisie­ren. Doch die Nach­tei­le, die sich daraus ergeben, sind geringwertig im Ver­gleich zu dem Nutzen, zu dem Kontakt mit kaltem Wasser überhaupt.

 

Yoga: Fußübung nach Christian Eggers

Fußbeschwerden? Probieren Sie, ob sie verschwinden!

Bei Beschwerden im Fuß mache man die Übung zwei oder drei mal am Tag, sonst einmal. Dazu setzt man sich - am besten nur leicht bekleidet - im Schneidersitz auf den Boden, zieht den rechten Fuß ganz an den Körper heran und belässt ihn dort. Der linke Fuß wird bis auf etwa Fußlänge an den Körper herangeholt, wobei man den Fuß mit beiden Händen umfasst. Die Hacke liegt auf dem Boden auf, und die Fingerspitzen halten die Fußsohle. Die Spitzen der Zeigefinger liegen unter dem Gelenkballen des großen Zehs und drücken ihn in Körperrichtung - unterstützt durch die Kraft der anderen Finger -, während der Daumen einer Hand auf dem ersten Glied des Zehs aufliegt und den Zeh kräftig vom Körper weg nach unten drückt. Dieser Druck muss plötzlich, ruckartig, erfolgen, wobei normalerweise ein Gelenkknacken zu hören ist. Wenn dieses Geräusch sich nicht einstellt, sollte es jedenfalls bei späteren Wiederholungen der Übung zu hören sein. Der kräftige Druck der Finger in Richtung Körper und des Daumens in die Gegenrichtung wird für einen Zeitraum von fünf bis zehn Sekunden aufrecht­erhalten - zehn Sekunden, wenn Schmerzen zu therapieren sind, fünf Sekunden, wenn die Übung im schmerzfreien Zustand zur täglichen Routine geworden ist. Bei den anderen Zehen wird genauso verfahren. Die Beugung jedes Zehs muss schnell und ruckartig erfolgen, wobei das erwähnte Knackgeräusch zu hören sein sollte. Nach dem linken Fuß folgt die Handhabung des rechten Fußes in entsprechender Weise.

Darauf folgt eine komplementäre Übung, die mit der eben beschriebenen eine Einheit bildet, so dass stets beide und in dieser Reihenfolge auszuführen sind. Man bleibt in der gegebenen Körperhaltung sitzen, zieht wieder den rechten Fuß an den Körper heran und setzt den linken etwa in Fußlängenabstand mit der Hacke auf. Dann beugt man den großen Zeh mit den Händen zurück in Richtung Körper und hält ihn in dieser Stellung fest, indem man den Daumenballen der linken Hand auf den zurückgebeugten Zeh legt und die rechte Hand auf die linke legt. Dann verstärkt man den Druck und presst mit der Kraft beider Hände den Zeh nach unten - das geschieht jetzt ohne Ruck. Der Zeitaufwand beträgt fünf bis zehn Sekunden wie für die andere Übung beschrieben. Beim näch­sten Zeh genügen die Daumen, um einen ausreichenden Druck zu erzeugen. Die übrigen Finger der linken und der rechten Hand liegen links bzw. rechts unter der Sohle des Fußes, um ihn zu halten. Der linke Daumen drückt auf die Unterseite des Zehs und bewegt ihn nach unten in Richtung auf den Körper. Der Daumen oder der Ballen der rechten Hand legt sich auf den Daumen der linken und verstärkt ihn in seiner Kraftausübung. Beide drücken den Zeh für den erwähnten Zeitraum nach unten, wobei diesmal kein Geräusch entsteht, die Daumen aber ihre maximale Kraft entfalten. Nach den Zehen des linken Fußes folgen die Zehen des rechten Fußes in entsprechender Weise.

 

Ersparen Sie sich Einlagen in den Schuhen!

Falls Sie Einlagen tragen wegen Knick-, Senk-, Spreiz- oder Plattfuß, fragen Sie einmal Ihren Orthopäden, ob Sie nun deshalb Ihr ganzes Leben lang Einlagen tragen müssen. Schließlich machen alle diese Einlagen nach einer gewissen Zeit Ihre Schuhe kaputt. Wahrscheinlich sagt er Ihnen, dass Sie sich mit dieser Zukunftsaussicht abfinden müssen. Dann machen Sie die beschriebenen Übungen, und wenn Ihre Füße ohne Einlagen schmerzfrei sind, gehen Sie wieder hin zu dem Arzt und erinnern ihn an seine Worte.

 

Gymnastische Übungen

Machen Sie wenige Übungen, aber diese  täglich!

Ich will hier nicht über Sport reden. Unabhängig davon, wie viel Sport jemand treibt, schwimmt, läuft, Rad fährt oder wandert, sollte er täglich etwa zehn bis fünfzehn Minuten Gymnastik machen: Eine Anzahl immer gleicher, vielgestaltiger Kraftübungen ohne Hilfsmittel. Eindeutigkeit! Deshalb ist eine Ausdehnung über diesen kleinen Zeitrahmen hinaus und eine Veränderung der Übungen nicht angezeigt. Größere Anstrengungen, körperliches Training jeder Art, sportliche oder gymnastische Übungen über diesen Zeitrahmen hinaus mögen stattfinden oder nicht, aber sie sind grundsätzlich zu trennen von dieser täglichen Zehn- bis Fünfzehn-Minutenübung. Denn nur diese erfüllt den oben genann­ten Maßhaltesatz. Nur von einer so kleinen Verpflichtung kann man erwarten, dass sie über Jahrzehnte hinweg und unter den verschiedensten Bedingungen und Umständen eingehalten wird.

Schwungübungen müssen dabei vermieden werden, da sie auf lange Sicht die Gelenke schädigen. Aber jede Übung muss erlauben, bestimmte Muskeln kurzfristig bis an die Grenze des Möglichen anzuspannen. Als eine dieser Übungen kommen etwa Liegestützen in Frage - in einer Anzahl, dass die eigene Leistungsfähigkeit ausgeschöpft wird. Der richtigen Körperhaltung muss Aufmerksamkeit geschenkt werden. Bei Liegestützen etwa muss der Abstand der stützenden Hände so sein, dass die Spitzen der nach innen gespreizten Daumen sich gerade berühren.

 

Ernährung

Bei der Lösung eines Problems ist meistens der erste Schritt der Problemanalyse die Zerlegung in Teilprobleme. Die kann man dann der Reihe nach abarbeiten. Der nächste Schritt besteht darin, die Teilprobleme nach ihrer Größenordnung zu klassifizieren. Die Berechnung der Zahl Pi, die den Umfang eines Kreises im Verhältnis zum Durchmesser bestimmt, war ein Problem, das vor den antiken Griechen schon die ägyptischen Mathematiker beschäftigte. Es ergibt sich eine unendlich lange Dezimalzahl, deren Stellen alle einzeln berechnet werden müssen, da es zu deren Darstellung kein gültiges Rezept gibt. Die ersten 23 Stellen lauten: 3.14159265358979323846264. Das Prob­lem, die erste Stelle hinter dem Komma zu bestimmen, ist ein Problem erster Ordnung, das schon die Ägypter lösten. Die dritte Stelle zu berechnen, ist ein Problem dritter Ordnung. Aber: Jeder Aufwand für ein Problem dritter Ordnung ist vertane Mühe, wenn das Problem zweiter Ordnung nicht gelöst ist. So trivial diese Einsicht erscheint, in öffentlichen, politischen, wirtschaftlichen Diskus­sionen aller Art: Nie wird auch nur der Versuch gemacht, vor der Erörterung eines Problems dessen Größenordnung im Vergleich mit anderen Problemen abzuschätzen. Vielmehr werden sie jedes mal diskutiert, als ob alle gleichrangig wären.

 

Führen Sie Teilfasten ein!

Was sind bei der Ernährung die Probleme erster Ordnung? Der Zuckerkonsum und die Entscheidung, ob man überhaupt etwas zu sich nimmt oder nicht, also das Fasten. Das Fasten ist eine Überlieferung, die es so lange gibt wie die Kultur überhaupt. Deshalb kann man sie nicht außer acht lassen. Uns interessiert sie hier wieder im Rahmen einer täglichen Gewohnheit. Das kann nur bedeuten, zu bestimmten Tageszeiten grundsätzlich nichts zu sich zu nehmen. Die Regel lautet:

 

Zweidritteldiät: An einem sechzehn Stunden langen Tagesabschnitt nichts zu sich nehmen - weder Essen noch Trinken!

 

Diese Regel hat den Vorteil, dass sie täglich gelten und wortwörtlich eingehalten werden kann. Also: Nach der festgelegten Uhrzeit nichts essen und nichts trinken, weder Wasser oder Saft oder Obst oder andere, zu anderen Tageszeiten als gesundheits­fördernd eingestufte Mittel. Wer nach Einhaltung dieser Vorschrift immer noch das Problem hat, dass sein Körpergewicht nach oben strebt, der möge einen oder zwei wöchentliche Fastentage hinzufügen, wobei aber, wenn den ganzen Tag gefastet wird, die Vorschrift gelockert werden sollte - ein Schritt in Richtung unseres Maßhaltesatzes: An den Fastentagen, außerhalb des oben angesprochenen Zeitraumes, ist Obst und sind Getränke erlaubt. Das sind natürlich im Sinne der oben definierten Werteordnung zwei Gesetze, so dass nicht beide gleichzeitig zur Verhaltens­änderung eingeführt werden sollten.

 

Verzichten Sie auf Zucker!

Das andere Problem erster Ordnung ist der Zucker. Gemeint ist nur der Rohr- oder Rübenzucker, nicht der natürliche Frucht­zucker­gehalt im Obst. Eindeutigkeit bedeutet hier: entweder Zucker oder kein Zucker. Also nicht: wenig Zucker, wenig Süßspeisen. Sondern gar keine. Wenn auf Konserven­dosen oder -gläsern mit Erbsen, Gurken usw. als Zutat Zucker angegeben ist, was leider und überflüssigerweise fast immer der Fall ist, so kann das ignoriert werden. Aber alle Süßspeisen wie Eis, Kuchen, Dessert, Obstkonserven sind tabu. Obstkonserven auch dann, wenn sie nicht zusätzlich gesüßt sind - genau wie Trockenobst. Dagegen frisches Obst, das ohne Zuckerzusatz gedünstet oder gebacken wird, oder Obst im Rohzustand ist erlaubt, so dass man ein natürliches Bedürfnis nach süßen Speisen befriedigen kann.

Wie jedes Ding zwei Seiten, meistens eine gute und eine schlechte, hat, so hat auch die Karies eine gute Seite: Sie kann als Anzeiger für die richtige Ernährung dienen. Die Kariesbakterien können sich vom Zucker ernähren, wobei winzige Mengen ausreichen, um ihnen Dasein und Vermehrung zu sichern. Ob man wenig Zucker oder viel mit der Nahrung aufnimmt, spielt keine Rolle, weil ein einziges Zuckerkorn ihnen schon über den Tag hilft. Wenn das jedoch fehlt, ist die Karies nach vier bis sechs Wochen ausgehungert.

Doch nicht nur wegen der Zähne ist die Zuckerdiät so wichtig. Der raffinierte Zucker ist eine fast reine chemische Verbindung, die in der Mundhöhle nicht die im Obst sonst mitgegebenen natürlichen Fermente findet, die zum chemischen Abbau durch den Speichel nötig sind. Dieses Problem setzt sich im Magen und im übrigen Körper fort und entfaltet überall schädliche Wirkungen. Eine strikte Zuckerdiät verhilft dem ganzen Körper zu einer Regeneration. Also - ich bin weder Konditor, noch Rübenbauer oder Aktienbesitzer einer Zuckerraf­finerie. Aber, falls Sie zu einem dieser Personenkreise gehören sollten: Seien Sie beruhigt. Ein Appell wie dieser wird nur sehr begrenzte Auswirkungen haben. Das liegt in der menschlichen Natur begründet.

 

Verantwortlich (c) für Text und Inhalt: Dr. Georg M. Peters

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Dr. Georg M. Peters ist Buchautor zum Themenkreis

 

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