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ANTIQUARIATE

 

 

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ANTIQUARIATE

 

 

 

 

Kinder-u. Jugend-Pädagogik

 

 

 

 

 

 

 Fantastische Fantasiespiele

Zwei- und Dreijähriger

 

“Es ist bemerkenswert, dass viele Menschen lieber gleich von vornherein im sicheren und bequemen Netz bleiben und gar nicht erst versuchen, aufs Hochseil zu klettern ... Angst vor dem eigenen Scheitern ... Verzicht auf Selbständigkeit von Anfang an” (Lempp 1996, S. 160). 

 

1. Fantasten oder fantasievolle Menschen:

 

Der Begriff Fantasie ist heutzutage in aller Munde. Wir brauchen zukünftig fantasievolle, innovative, selbstverantwortliche MitbürgerInnen konstatieren allen voran Politiker – plakativ. Wer weiß eigentlich genau, welcher Art die Qualifikationen sind, welche hier hochgelobt werden? Denn der Begriff “fantastisch” hat etwas Janusköpfiges. Im Allgemeingebrauch haftet ihm ein Touch von Realitätsferne bis hin zur Spinnerei an. Er meint aber auch Wunderbares, das mit Begeisterung aufgenommen wird.

Unter Fantasie ist nach FRÖHLICH (1987) und ARNOLD et al. (1994) sinngemäß zu verstehen eine wahrnehmungsorientierte subjektive Vorstellungskraft, durch Umwandlungen und Ergänzungen anschaulicher Vorbilder intendiert; auch schöpferische Vorstellungstätigkeit, deren Inhalte durch momentane Einfälle und veränderte Erinnerungen an Gegenstände, Ereignisse, Situationen einschließlich ihrer emotionalen Bedeutung bestimmt sind. Im Gegensatz zu Halluzinationen und Illusionen ist die Fantasievorstellung gebunden an vorangegangene Sinneserfahrungen.

Anders als in der Klinischen Psychologie und Psychiatrie, wo Fantasieren als Ausdruck eines Lebens in einer gestörten Vorstellungswelt gilt, rückt es in der Pädagogischen Psychologie und Pädagogik in die Nähe von Kreativität als der Fähigkeit des Umdenkens, schöpferischen Denkens (OESTREICH 1992) oder Querdenkens (WELZIEN 2006). Bei der Kreativität handelt es sich laut FRÖHLICH (1987) stets um Problemlösungsvorgänge, für die es situationsadäquate und originelle Lösungen zu finden gilt im Sinne divergenten Denkens. Nach NEUBER (2001) meint Kreativität im pädagogischen Feld “eine umfassende Fähigkeit, durch die über den Prozess der individuellen Auseinandersetzung subjektiv und objektiv bedeutsame, originelle Produkte hervorgebracht werden” (S. 216).

Damit ist nach meinem Verständnis Fantasiefähigkeit ein wesentlicher Bestandteil von Kreativität. In diesem Sinne wird im hiesigen Beitrag fantasievolles Tun als Voraussetzung und damit als Implantat kreativer Handlungsfähigkeit angesehen: Ohne Fantasie (im Sinne von Vorstellungskraft) kein kreatives Denken (im Sinne von Querdenken). 

Der Fantast würde eventuell ohne Zögern bei jeder Gelegenheit auf das Hochseil klettern; denn fehlt es ihm nicht an Wahrnehmungsnähe und realistischer Einschätzung der Situation? Nach NEUBERs Begriffsfassung von Kreativität (2001) ist bei ihm offensichtlich der “Prozess der individuellen Auseinandersetzung” mit Gegenständen und Situationen nicht geprägt und geleitet von vorangegangenen realen Sinneserfahrungen.

 

2. Fantasiefähigkeit als Voraussetzung für Kreativität:

 

Wer geübt hat, seine Fantasie einzusetzen, lernt zunächst im Spiel verschiedene Lösungswege aufzuspüren und kann dann unter variabler Verfügung über ein großes Sortiment an Handlungsmöglichkeiten auch in einem Realfall mehrere mögliche Lösungen gegeneinander abwägen und eine kreative, tragfähige Handlungsantwort für die betreffende Situation finden. Kreative Fähigkeiten werden durch die Arbeit mit der Vorstellungskraft gespeist und aktiviert (JACKEL 2004a, S. 61).

“Kinder neigen von Natur aus eher zum Querdenken” als der Fähigkeit des Umdenkens denn zum logischen Aussieben im Sinne von Verwerfen aufgrund ihnen mangelhaft erscheinender logischer Stringenz (WELZIEN 2006, S. 76). Helfen wir ihnen, ihre ursprüngliche Fähigkeit des Querdenkens während ihrer Kindheit zu üben, dann bewahren sich die Kleinen ihre Kreativität, als der Fähigkeit, ungewöhnliche Problemlösungsvorgänge zu finden.

Arrangieren wir also in pädagogischen wie therapeutischen Settings und regen wir für den familiären Alltag an, dass Fantasiespiele möglich werden, um basale Fähigkeiten für späteres Querdenken zu fördern. Für kleinkindliches, außerschulisches und später auch für schulisches Lernen im Kindesalter bedeutet das, sich zunächst in Lernfelder ohne Bewertungsdruck zu begeben und dort fantasievoll-spielerisch seine wahrnehmungsorientierte Vorstellungskraft zu üben und schöpferische Vorstellungstätigkeit auszuleben. Solches beginnt mit dem Fantasiespiel zwei- und dreijähriger Kinder, wenn erste sinnliche Wahrnehmungen gemacht und als Repräsentationen im Großhirn abgelegt sind. Weitere Voraussetzungen für ein Fantasiespiel werden in den Folgekapiteln erläutert. 

 

3. Gehirnwachstum und Fantasieentwicklung;

hier: Frontalhirn und Schläfenlappen

 

Das komplexe Interagieren von rezeptiven und aktiven Funktionen, die im Gehirn verankert sind, lässt kein räumlich fixes Verorten der Fantasie als Funktion zu. Fantasie scheint ebenso wie das Phänomen Bewusstsein zu den großen neurobiologischen Rätseln unseres Jahrhunderts zu gehören, deren neuronale Korrelate es noch zu entdecken und zu charakterisieren gilt (vgl. der Neurobiologe Christof KOCH 2005).

Nach neuesten neurowissenschaftlichen Erkenntnissen aufgrund bildgebender Verfahren stehen alle neuronalen Systeme untereinander in vielfältiger Verbindung; stringentes Verorten als einer Form moderner Phrenologie ist auszuschließen (dazu: Hanna DAMASIO et al. 2006). Im Folgenden ist herauszukristallisieren, welche Neuronenverbände an fantasievollem Handeln maßgeblich im Sinne von vorwiegend mitbeteiligt sind und von welchem Zeitpunkt der Hirnentwicklung an sie ihre Aufgaben verstärkt wahrnehmen können. Die Abbildungsmethoden des funktionellen Neuroimaging machen sichtbar, wie viel Glukose als dem Haupttreibstoff des Gehirns von einer bestimmten Hirnregion verbraucht wird. Damit kann man im Verlauf der Ontogenese nachvollziehen, welche Areale sich wann ausdifferenzieren.

PET-Untersuchungen (mittels Positronenemissionstomograf) an Neugeborenen zeigen, dass zu diesem Zeitpunkt nur einige derjenigen Hirnbereiche aktiv sind, die mit dem Regulieren von Körperfunktionen (Stammhirn), Wahrnehmen (Thalamus) und Motorik (Cerebellum) zu tun haben. Wird das Baby älter, schreitet seine Myelinisierung fort und eine immer größere Anzahl Neuronenverbände und Hirnbereiche nimmt die Funktion auf. Besonders ventral differenzieren sich die Großhirnareale strukturell aus. Sehr früh entwickelt sich bspw. der parietale Kortex für grundlegendes räumliches Lokalisieren in der Umwelt; mit 6 Monaten der Frontallappen, welcher bis zum 1. Jahr die kognitive Kontrolle über die Triebe des limbischen Systems gewinnt und es später möglich macht, dass das Kind einen Handlungsplan fassen kann, selbstbestimmtes Denken und Tun initiiert sowie Verhaltensmuster mit geordneter zeitlicher Dimension entwirft. Mit 18 Monaten bilden sich die Sprachzentren Wernicke und Broca heraus; zeitgleich die Präfrontallappen, welche helfen, die relevanten Einzelheiten auszuwählen und zu behalten; der cinguläre Kortex (Assoziationsfasern vom Stirnlappen ringförmig verlaufend hin zu den Schläfenlappen) zu Beginn des 2. Jahres mit dem Bewusstsein um das eigene “Ich” als Abgrenzung von Innen- und Außenwelt (GREENFIELD 2003, HERSCHKOWITZ 2004, KAUTZMANN 2001, LINKE 1999, PAUEN 2005 u. a.).

Damit erscheint das Frontalhirn als der für fantasievolles Handeln essentielle Zellverband in Rückkopplung und unter Beteiligung weiterer, das gesamte Großhirn durchziehender Zellbereiche (siehe Folgekapitel).

 

4. Weitere Gehirnstrukturen und -funktionen, die beim Kleinkind ausgebildet sein müssen, damit fantasievolles Spielen überhaupt einsetzen kann:

 

Gedächtnisstrukturen für Kurz- und Langzeitspeicherung differenzieren sich erst um das 3. Jahr aus. Da das Fantasiespiel aber einen Nutzen daraus zieht, dass ein Kind Gegenstände mit einem reichen Erfahrungsrepertoire zu assoziieren vermag (vgl. Kapitel 1), – damit ihm eine Vielfalt an Handlungsvarianten spielerisch zur Verfügung steht –, kann jenes erst ab dem 2. und 3. Jahr auftreten. Jetzt verfügt das Kind nämlich über Handlungserfahrungen mit Objekten seines täglichen Umgangs, die durch eine zunehmende Anzahl an Repräsentationen im Kortex angelegt und abrufbar sind. Gerade diese Erinnerungen aus ureigenen Wahrnehmungen sind Voraussetzungen für jene Vorstellungskraft, die man Fantasie nennt.

Auch die zeitliche Dimension selektiver Aufmerksamkeit als Zeit des Fokussierens auf ein Spiel muss möglich sein. Da das Fantasiespiel einen gewissen Handlungsablauf modulierend ausführt, muss der kleine Aktor seine Aufmerksamkeit für die Länge dieses Zeitabschnitts dorthin richten. Sonst bricht der rote Faden des Spiels ab. Bereits das Gehirn eines 14-Monatigen kann kurzzeitige Assoziationen bilden zwischen einem Bauklotz und der Vorstellung eines Autos. Es nimmt einen rechteckigen Holzbaustein, schiebt ihn über den Boden und produziert dazu das Geräusch “brrrum ... brrrum”. Diese Fähigkeit, geistig von einem Gegenstand oder Ereignis zu einem anderen zu springen, (= “Inferenz”; HERSCHKOWITZ 2004, S. 169) markiert den Beginn des Fantasiespiels.

Das Frontalhirn entwickelt seine Bewertungsfunktion erst nach und nach in Abhängigkeit vom sensorischen Input. In seinen ersten Wochen kann das Baby sein Unbehagen nur undifferenziert wahrnehmen und als Standardreaktion herausbrüllen. Im ersten Vierteljahr lernt es dann bereits den liebevollen Umgang, den seine Bezugspersonen ihm angedeihen lassen, als solchen zu empfinden sowie zu schätzen (JACKEL 2004b) und entwickelt im günstigsten Fall eine “sichere Bindung” (PAUEN 2005). Mit 2 Jahren beginnt es, diesen sanften Umgang aus meist unbewussten Wahrnehmungs- und Bewertungsvorgängen an sein geliebtes und bespieltes Stofftier weiter zu geben.

Im 1. und häufig noch im 2. Jahr ist ein Sprachareal in der rechten Hemisphäre für die Sprachentwicklung wichtig. Dort können jedoch niemals Sätze produziert und rekonstruiert werden. Das ist die Leistung der linken Hemisphäre. Sie gewinnt mit ihrem motorischen Sprachzentrum Broca (Produktion von Phonemen und lexikalischer Gebrauch der Worte) und dem sensorischen Sprachzentrum Wernicke (Sprachverarbeitung und Sinnentnahme) für die Sprachentwicklung erst ab dem Verlauf des 2. Jahres an Bedeutung. Je mehr die Fähigkeit wächst, Sprache zu verstehen und zu gebrauchen, desto stärker wird die Handlungsfähigkeit des Kleinkindes auch durch sie unterstützt und bereichert. Semantik, Syntax und Prosodie begleiten sein motorisches Tun im Fantasiespiel.

Im 2. Jahr nimmt die Myelinisierung der Nervenfasern zwischen motorischem, prämotorischem Kortex und Cerebellum sowie die Präzision der Muskelvoreinstellungen durch die Basalganglien sprunghaft zu, was die Zusammenarbeit der beteiligten Areale und die Genauigkeit des Output sehr verbessert. Das macht sich in Grob, Fein- und Sprechmotorik positiv bemerkbar. Die flinken kleinen Finger hantieren mit Duplo-Lego-Steinen, Playmobil-Figuren und können auch derartiges Material in ihrem Fantasiespiel einsetzen und verbal begleiten:

 

Das Playmobilpferd ist Pipi Langstrumpfs “Kleiner Onkel” und springt über die Fensterbank, den Heizkörper, hoch auf eine Grünpflanze, plumpst herunter und badet im Wasser des Raumluftbefeuchters. Oder: Das Dreijährige kann einen Löffel sicher greifen und füttert seinen Teddy mit imaginärem Brei und fragt dazu: “Schmeckt es gut?”; begleitet von einem aufmunternden Nicken.

 

5. Kein Las Vegas im Kinderzimmer!

 

Spielerisches Lernen erfolgt durch die Beobachtung des eigenen Handlungserfolgs über alle Sinne, wenn das intendierte Vorhaben durch eigenes Geschick gelingt. So kann ein Kleines (2 Jahre, 4 Monate) Wäscheklammern vom Wäscheständer lösen und wieder daran stecken, indem es (1.) die Kraft zum Zusammendrücken der beiden hinteren Flügelteile der Klammer aufbringt (motorische Grundfähigkeit); (2.) den Mechanismus einer Wäscheklammer durchschaut hat (kognitive Leistung); (3.) zielgenau das Objekt führt (visu-motorische Leistung). Der Vorgang wird gerade so oft durchgeführt bis er sicher abläuft, begleitet von einem Lächeln. Mehrmaliges Wiederholen und Gelingen ist Erfolgserlebnis genug. Hier findet Lernen statt durch intrinsische Motivation. Und je unerwarteter positiv das Handlungsergebnis, desto besser wird es behalten (SPITZER 2003).

Spielzeughersteller, die Spielzeug mit batteriebetriebener Animation vertreiben, wollen ihren Kunden suggerieren, nur über die eingebaute akustische oder optische Sofortbelohnung seitens des Spielzeugs beim “richtigen” Bespielen (Töne oder Leuchtdioden) würde ein positiver Verstärkungseffekt erfolgen und damit ein Lernprozess in Gang gesetzt. Manches Kinderzimmer gleicht bezüglich seiner batteriegesteuerten Belobigungen einer Spielhalle von Las Vegas. Zur Belohnung quakt, quietscht, wiehert, hupt es, dudelt ein Lied oder es blinkt auf und funkelt in Form von Leuchtdioden oder setzt sich auf Knopfdruck in Bewegung.

Die Folgen für die Entwicklung der Kinder sind ungünstig. Sinneseindrücke müssen für sie immer stärker werden, um überhaupt noch registriert zu werden. Die Reizüberflutung im Kinderzimmer stumpft ab und führt u. a. zu Verhaltensauffälligkeiten wie Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsstörungen; Störungen in allen Persönlichkeitsbereichen.

Ein Kind kann nur so viel Fantasie und darauf aufbauend Kreativität und problemlösendes Verhalten entwickeln wie sein unmittelbares Umfeld zulässt. Wird das kindliche Lernen rigide kanalisiert und damit in seiner Variationsbreite strikten Einschränkungen unterworfen, können sich im Jugend- und Erwachsenenalter Angst, Aggression und Kriminalität als Ersatz etablieren. Kinder brauchen Hochseilakte!

 

6. Das Fantastische in Handlung und Material:

 

Einfache Gegenstände, die Zwei- und Dreijährige in ihrer Umgebung finden, geben ihnen die Möglichkeiten, die sie brauchen, um ihre Einbildungskraft zu erweitern und Inferenzen herzustellen. Dem so beliebigen Material gibt das Kind seine ganz persönliche Bedeutung. Dabei bewegt es vielleicht einen Kochlöffel als Boot über den Tisch voran oder ein Pflanzensprüher dient als Fotoapparat.

Die Stoffpuppe einer Nobelmarke und der Holzwagen als sog. pädagogisch wertvolle Spielzeuge (SINNHUBER 2005) sind keine Garanten für ein fantastisches Fantasiespiel, allenfalls Hoffnungsträger für förderfreudige Bezugspersonen. Was von einem Kind als Spielmaterial für sein fantasiereiches Spiel ausgewählt wird, ergibt sich spontan aus der momentanen Situation heraus. Man kann einfache Alltagsmaterialien bereitstellen wie Decken, Tücher, Kartons, Hüte und Handtaschen. Deren eventuelle Akzeptanz resp. deren eventuellen Einsatz im Spiel bestimmt das Kind selbst. Beim Umfunktionieren von Materialien im Fantasiespiel werden diese Alltagsgegenstände in ganz individueller (Be-)Deutungsmanie benutzt. So auch beim “Pizzaessen” zusammen mit einem erwachsenen Mitspieler:

 

Holzteller vom Bord am Treppenaufgang, eine Spanschachtel dient als Ofen und verschiedenfarbige Teelichter sind die Pizzen. Der Spielhergang verläuft beim Dreijährigen immer gleich. Es legt je eine Pizza auf einen Holzteller. Die Spieler probieren, ob ihnen ihre Pizza nicht zu heiß ist. Man mümmelt Lufthäppchen und versichert “schmeckt köstlich”. Dann lässt der eine Spieler den anderen von der eigenen Pizza kosten und fragt, ob sie gut schmecke. Beide verwenden dabei Gesten des Genusses (den Bauch reiben und loben “mmm, guuut!”). Zuletzt wird vom Erwachsenen erwartet, dass er mimisch und gestisch zeigt, wie “pappsatt” er ist.

 

Wenn Mutti oder Papa im Fantasiespiel mitspielt, macht das dem Zwei- und Dreijährigen besonderen Spaß. Wie das eben angeführte Beispiel zeigt, kann der Spielablauf rasch stereotyp in immer gleicher Form ablaufen und zum geliebten und eingeforderten Ritual werden, dessen Ablauf das Kind kennt und der ihm eine für es wohltuende Sicherheit und Verlässlichkeit gibt.

Zum Anderen benutzt es bestimmte Spielfiguren und -objekte durchaus in der ihnen eigenen Art (Stoffhund oder Spielkran werden als solche bespielt), lässt dabei jedoch deren Handlungsweisen (bei Figuren) und Verwendungsmöglichkeiten (bei Objekten) realitätsfern abgehoben und damit in einer grenzenlosen Bandbreite variieren. So denkt sich das Zwei- und Dreijährige seine ganz persönliche Geschichte. Sein Spielmaterial und/oder seine Erinnerung an Erlebtes geben den Impuls, welcher die kindliche Vorstellung leitet. Beides dient als Brückenmaterial, um die Mitwelt zu verstehen und zu verarbeiten.

Um wieder eine andere Nuance des Fantasiespiels handelt es sich, wenn Gegenstände aus der Vorstellungswelt “real bespielt” werden als seien sie tatsächlich vorhanden und aus der Spielhandlung heraus ganz konkrete Emotionen beim Kind hervorrufen. Ein Dreijähriges verteilt bei allerlei Gelegenheiten sog. Lufthäppchen mit Wurst, Milchbrötchen, etc. an seine Stofftiere und Bezugspersonen seiner Umgebung.

 

Mutti will es mit einem Lufthäppchen zu sich auf den Fußboden locken. Als das Kleine nicht kommt, tut sie, als verspeise sie das Lufthäppchen selbst. Sofort erhebt das Kind lautstark Protest: “Mein Lufthäppchen! Du isst das ganz alleine?”

 

Seine Empörung ist nicht gespielt, sein Gefühl ist echt, wie aus Mimik und Gestik erkennbar. Wird hier das imaginäre Objekt zum konkreten Gegenstand oder hält das Kind den Handlungsablauf für real? Fest steht, dass es in diesem Alter nicht wirklich zwischen Fantasie und Realität trennt. Erst im Grundschulalter wird sein Realitätsbewusstsein wirklich stabil.

 

7. Fantasiespiele bringen Ausgeglichenheit und fördern vielerlei Kompetenzen:

 

Die beruhigenden Wirkungen von Fantasiespielen auf physiologischer Ebene ähneln denen bei Entspannungsübungen; denn der innere Ausgleich beim Fantasieren wirkt förderlich auf den parasympathischen Teil des vegetativen Nervensystems. Damit setzt es steigernde Impulse für Wohlbefinden auf allen Ebenen: bezüglich Nerven, Hormonen, Muskeln, Skelett, Organen, Stoffwechsel, Gefühlen und Gedanken (JACKEL 2004a, S. 23-42). Beim Fantasiespiel des Kleinkindes geht es um Verarbeiten, Nach- und Umgestalten realer sozio-ökologischer Gegebenheiten, die es hautnah tangieren und mit denen es fertig werden muss, indem es sie im Spiel nacharbeitet, zu seinen Gunsten umstrukturiert, damit es sein inneres Gleichgewicht wiederfinden resp. erhalten kann.

Jedes Fantasiespiel fördert zudem die einzelnen Persönlichkeitsbereiche wie Sensorik, Motorik, Emotionen, Kognition und Sprache und sozial-kommunikative Kompetenzen. Es können motorische Grundfähigkeiten mit gefördert werden. So schult es die Hand-Augen-Koordination und die Raumvorstellung, wenn ein Objekt an der Schnur durch Zwischenräume hinter sich her gezogen wird. Unerheblich, ob das Nachgezogene ein Stofftier an der Hundeleine ist – bezeichnet als Nachbars Hund Pacco – oder das vorneweg Geschobene ein geschlossener Regenschirm – benutzt als Staubsauger.

Über den nachahmend sanften Umgang mit der geliebten Puppe aus einer “sicheren Bindung” heraus wurde bereits im Kapitel 4 gesprochen. Damit hilft das Fantasiespiel dem Kleinen seine emotionale Entwicklung zu fördern. Jede einfache Weich-Puppe mit Stoff- oder Kunststoffkörper kann alle Spieltätigkeiten verrichten. Es bedarf keiner technischen Raffinessen wie lachen, sprechen oder sich wirklich nass machen.

Da sich das soziale Miteinander in diesem Alter gerade erst zu entwickeln beginnt und das Spiel mit Gleichaltrigen großenteils noch ein Nebeneinander-her-Spielen, ein Dulden des Anderen bis hin zu argwöhnischem Beobachten ist, bleibt der fantasievolle gemeinsame Spielhergang zweier Kinder in unserem Kontext nachrangig.

Auch die Sprache in Semantik, Syntax, Prosodie und myofunktionelle Fähigkeiten werden geübt, wenn Dialoge das kindliche Fantasiespiel begleiten; eventuell sogar in verschiedenen Stimmlagen (JACKEL 2004c).

Nach dem 2. Jahr, wenn das Sprachverständnis rasant zunimmt, können erste selbst erfundene, kurz und einfach konstruierte “Gute-Nacht-Geschichten” von Mama und Papa erzählt werden. Manchem Elternteil gelingt das ganz spontan, je nachdem, wie es um dessen eigene Fantasiefähigkeit und sprachliche Kompetenz bestellt ist. Das Kleine wird sich auf solch eine Fantasiegeschichte einlassen, dabei entspannen und anschließend ruhig schlafen. Ein Beispiel aus Papas Serie, die sich allabendlich mit Elefanten, Giraffen, Löwen und Krokodilen befasst, welche die kleine Susi aus ihren Bilderbüchern und aus dem Zoo kennt. Papas Afrikageschichten sind mitunter überhaupt nicht realitätsnah, sondern reine Fantasiewelten. Mit ihren fast drei Jahren liebt es Susi, mit auf Fantasiereise zu gehen und dabei in das Land der Träume abzugleiten:

 

“Weißt du, Susi, wieso Krokodile so ein langes und plattes Maul haben? Das war so: Abends kommen die Tiere alle ans Wasserloch zum Trinken. Und an einem Abend sind die Krokodile als erste am Wasserloch. Faul liegen sie im Wasser. Sie dösen vor sich hin und sind schon fast eingeschlafen. Da kommen die Elefanten und wollen auch trinken und im Wasser baden. Elefanten sind ja sehr groß. Und wie sie sich so ins Wasser setzen, plumpsen sie mit ihren dicken Hinterteilen den Krokodilen auf das Maul. Erschrocken springen die Krokodile auf, aber – oh weh, jetzt haben sie ganz platt gesessene Mäuler.” ...

 

8. Beispiele für Fantasiespiele im Rahmen psychomotorisch orientierter Förderansätze für Zwei- und Dreijährige:

 

Psychomotorisch ausgerichtete Förderansätze der Fantasiefähigkeit in Pädagogik und Rehabilitation können auf Konstruktebene drei Schwerpunkte haben:

 

          Strukturen vorgeben: üben und trainieren von Handlungsabläufen als ansprechenden Angeboten für die Kleinsten,

          Materialien bereitstellen: Bespielideen vorgeben und zu manipulativem Umgang animieren,

          Freispiel zulassen und begleiten: “ver-rückte” Ideen, “ver-kehrte” Situationen und “ver-drehte” Objektbenutzung mit wacher Zurückhaltung begleiten.

 

In der Praxis werden sie sich zu einem ganzheitlichen Förderpaket vermischen. Denn Lernen und Fördern aus psychomotorischer Sicht – auch das Anregen des Fantasiespiels – ist ein holistisches Unterfangen. Bei den Kleinsten steht die Vorgabe von Strukturen zunächst an vorderster Stelle. Zaghaftes Nachahmen, vorsichtiges Hineintasten und Mitmachen an der sicheren Hand von Mutti oder Papa bilden sowohl in der Gruppe als auch in der therapeutischen Einzelförderung den Anfang.

Es ist m. E. weniger wichtig, wie aktiv oder eher zurückhaltend sich die Kleinen während einer Spielstunde verhalten. Ausschlaggebend erscheint mir das zu sein, was sie auf das Angebot hin später zu Hause in ihrem fantasievollen Freispiel daraus machen!

 

8.1 Strukturen vorgeben

 

..... mit der Absicht, die Fantasiekräfte zu üben, bedeutet Beispiele zu geben durch Vormachen und Mitmachen lassen.

 

(1) “Hoppe-hoppe-Reiter”-Spiele:

In einem “Musik-Garten” (privates institutionelles Angebot zum bewegungsbegleiteten Singen mit psychomotorischen Ideen für Mütter mit Kindern) sitzen bei einem Bewegungsspiel-Lied die Mütter mit ausgestreckten Beinen auf dem Boden; auf ihren Oberschenkeln die Kleinen, welche sie unter den Achseln oder an den Händen stützend halten. Sie geben den nötigen Druck, dass ihre Sprösslinge in variierenden Bewegungsabläufen hoch hüpfen: mal langsam, mal schnell, mal sanft, mal schwungvoll zum Lied oder Sprechgesang:

“Ich kenne einen Cowboy, der Cowboy, der heißt Bill.

Und wenn der Cowboy reiten will, dann steht sein Pferd nicht still.

Und so reit` der Cowboy, der Cowboy reitet so [trabt ... galoppiert ... ],

und so reit` der Cowboy, der Cowboy reitet sooooo [den Oberkörper des Kindes dorsal abkippen; dabei den Nacken stützen oder an den Händen halten]. 

Variation: Den Kleinen werden aufgeblasene Gummipferde (Hippos) oder Hüpfbälle mit Griffhörnern bereitgestellt zum Nachspielen der unterschiedlichen Gangarten des Pferdes. Oder als Trampolin-Hopserei ... 

(2) “Trampolin-Hopsereien”:

Hierbei bestimmt entweder das Hüpftempo des Kindes die Schnelligkeit, in der ein Lied begleitend gesungen wird oder der Rhythmus eines Lieder gibt das Hüpftempo vor; je nach Alter und Entwicklungsstand. Im Grunde eignet sich jedes Kinderlied, auch der “Cowboy” (s. o.) oder folgender Sprechgesang:

 

“Ich hüpfe wie ein Gummiball: hier und da und überall,

ich hüpfe wie ein Gummiball: überall und nirgends. 

Ich hüpfe wie ein Wasserfloh: hier und da und auf dem Klo ...

Ich hüpfe wie ein Mäusekind: hier und da und ganz geschwind ...”

 

Variation: Bald wird das Kleine seine rhythmischen Körperbewegungen zu einem gesungenen Lied oder zur CD-Musik zu Hause umsetzen, indem es Spielfiguren zur Melodie rhythmisch hopsend führt; bspw. zum “Katzen-Tatzen-Tanz”: “... und die Katze tanzt allein, tanzt allein auf einem Bein ...”. Entsprechende CDs sind im Handel erhältlich.

 

8.2 Materialien bereithalten

 

... mit der Absicht, diese fantasievoll wie “Als-ob-Dinge” zu bespielen (Inferenz-Material; vgl. Kapitel 4).

 

(1) Rundstäbe aus Holz

Im Förderturnen für Mutter und Kind werden je zwei Holzstäbe zum “Tippsen” (die Enden gegeneinander klopfen), Sägen, Rollen, Klopfen, Bohren und Trommeln benutzt:

“Komm mit mir ins Tippse-Land (Säge-Land, Trommel-Land ...), ... das Tippse-Land ist schön” [nach der Melodie “Horch, was kommt von draußen rein”]. Zum Schluss einer jeden Strophe darf kräftig getrommelt oder gehämmert werden; denn mit Material Krach zu machen, bereitet in diesem Alter besonderen Spaß! 

(2) Reifen und Chiffontücher

Es wird mit Reifen oder Chiffontüchern “Pferd” (Kind mit Tuch / Reif unter den Achseln) und “Kutscher” (Mutti hält Tuch / Reif) nach Musik gelaufen ... getrabt ... galoppiert. 

(3) Klangwerkzeuge

Zur rhythmischen Bewegungsbegleitung von Kinderliedchen wie “Ein Männlein steht im Walde”, “Schneeflöckchen, Weißröckchen” und “Rot, rot, rot sind alle meine Kleider” werden verschiedene Klangwerkzeuge (Glöckchen, Rasseln, Triangeln, Tamburine, Rundstäbe) bereitgelegt. Die Kinder haben wahlfreien Zugriff beim gemeinsamen Singen. Aus Erfahrung: Rasseln sind die Favoriten. 

Variante: Wird das zum Lied “Schneeflöckchen” (o. a.) geübte rhythmische Rasseln auf einem Trampolin in ein rhythmisches Hopsen umgesetzt, ist m. E. ein erster fantasievoller Transfer gelungen. Das Kind hat das rhythmische Prinzip der Reihenfolgebewegungen beim Rasseln (Handbewegung) angewandt auf die Reihenfolgebewegungen der Beine beim Hüpfen.

(4) Gerätekombinationen

Im Eltern-Kind-Turnen des Turnvereins oder in motopädischer Förderung werden altersgemäße Gerätekombinationen angeboten, die fantasievoll-vielfältige Bewegungsmöglichkeiten zulassen wie von einer Rutsche in ein Bällchenbad hinab sausen: bei ängstlichen Kindern mit sicherndem Griff unter den Armen oder an der Hand; bei mutigen und motorisch geschickten Kindern auf dem Bauch oder rückwärts rutschend; oder: durch einen Spieltunnel krabbeln – auch in Schräglage –. Dabei kann das Kleine seinen Stoffhasen vor sich her schubsen oder ein Erwachsener lässt den Hasen am anderen Tunnelende erscheinen und ruft: “Guck, guck, hol` mich ab!” 

(5) Spielautos, Kartons, Hüte ...

als Animationen zu manipulativem Umgang werden unter Punkt 8.3 besprochen.

 

8.3 Das fantasievolle Freispiel des Kindes zulassen, annehmen und begleiten

 

(1) “ver-rückte” Ideen, “ver-kehrte” Situationen und “ver-drehte” Objektbenutzung

Im familiären Rahmen oder in Krabbel-Gruppen werden Materialien wie Holzfiguren, offene Wagen mit Ladeflächen oder Tücher, Hüte und Kartons bereitgestellt. Sie animieren zu fantasievollem Einsatz im freien Handeln. Dabei spielt bei Zwei- bis Dreijährigen das Nachahmen eine nicht unwesentliche Rolle. Was dem einen einfällt, probiert ein anderer ebenfalls und das nächste Kleine funktioniert bspw. den Kinderschirm um zur Rakete (siehe Abbildung 8) oder ver-rückt die Holzpuppenstühle so, dass es wie auf einer schiefen Ebene darauf zum Spielhaus hochkraxeln kann. Hier führt fantasievoller Materialumgang zu einer ver-rückten Lage, einer begehbaren Schieflage.

 

(2) “ver-kehrte” Welten im Dialog

Im familiären Bereich und in therapeutischer Einzelförderung kann auf die individuell-persönliche Spielidee des betreffenden Kindes seitens des Erwachsenen eingegangen werden, wie bereits das Beispiel “Pizzaessen” gezeigt hat. Hier sollte sich der Erwachsene auf die “ver-rückten” Spielideen des Kleinen einlassen und sich mit eigenen Vorschlägen zurückhalten. Das Zweieinhalb- und Dreijährige verlangt jedoch in seinem sprachbegleiteten Freispiel durchaus den Dialog. Also heißt das für den Erwachsenen, in die Spielfigur “hineinzuschlüpfen” und die vom Kind nach dessen Bedürfnissen ”ver-kehrte” Welt zur Kenntnis zu nehmen und in dieser einen Spiel-Part zu übernehmen.

Logopädische Förderziele verlangen andere methodische Vorgehensweisen, die hier nicht dargestellt werden können.

 

Resümee:

Sparen wir nicht an Lob, wenn uns unsere ganz Kleinen mit ihren fantastischen Fantasiespielen überraschen;

zwingen wir sie nicht, zu früh in “normalen” Spuren zu gehen;

geben wir ihnen Hilfen, damit ihnen bei ihren “ver-rückten” Ideen die Kritik anderer nicht hinten in den Kragen läuft!

 

9. Literatur:

Arnold, W., Eysenck, H. J. & Meili, R. (Hrsg.). (1994). Lexikon der Psychologie. Freiburg: Herder.

Damasio, H. et al. (2006). Das vermessene Gehirn. Gehirn & Geist 1-2, S. 60-66.

Fröhlich, W. D. (1987). Wörterbuch zur Psychologie. München: Deutscher Taschenbuchverlag.

Greenfield, S. A. (2003). Reiseführer Gehirn. Heidelberg / Berlin: Spektrum Akademischer Verlag. 2. Auflage

Herschkowitz, N. & Chapman Herschkowitz, E. (2004). Klug, neugierig und fit für die Welt. Gehirn- und Persönlichkeitsentwicklung in den ersten sechs Lebensjahren. Freiburg: Herder.

Jackel, B. (2004a). Ausgeglichen und entspannt. Stress bei Kindern erkennen und abbauen. München: Kösel.

Jackel, B. (2004b). “Ich bin da !” Beginn einer Persönlichkeitsentfaltung. Praxis der Psychomotorik 4 (29), 240-146. 

Jackel, B. (2004c). Vom Spielsinn des Sinnesspiels in der logopädischen Arbeit mit Kindern. Forum Logopädie 2 (19), 18-23.

Kautzmann, G. (2001). Das Wunder im Kopf. Intelligenz, Gedächtnis und Gefühle verstehen und optimal nutzen. Augsburg: Bechtermünz.

Koch, Chr. (2005). Bewusstsein – ein neurobiologisches Rätsel. München: Elsevier.

Lempp, R. (1996). Die autistische Gesellschaft. München: Kösel.

Linke, D. (1999). Das Gehirn. München: Beck.

Neuber, N. (2001). Kreativität als Haltung. Möglichkeiten und Grenzen der Kreativitätsförderung in der Psychomotorik. Praxis der Psychomotorik 4 (26), S. 216-223.

Oestreich, G. (1992). Wahrnehmen – Umdenken – Handeln. Frankfurt am Main: Eigenverlag des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge.

Pauen, S. (Hrsg.). (2005). Entwicklungspsychologie im Kindes- und Jugendalter. München: Elsevier.

Sinnhuber, H. (2005). Spielmaterial zur Entwicklungsförderung – von der Geburt bis zur Schulreife. Dortmund: verlag modernes lernen. 6. völlig überarbeitete und erweiterte Auflage.

Spitzer, M. (2003). Lernen. Gehirnforschung und die Schule des Lebens. Berlin / Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.

Welzien, S. (2006). Querdenken für Anfänger. Gehirn & Geist 1-2, S. 76-79

und www.kwaehrdenker-club.de 

Aus: Praxis der Psychomotorik 2007, 32 (1), 15-22.

 

Verantwortlich für Text und Inhalt: Dr. phil. Birgit Jackel

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Ad personam

Dr. phil. Birgit Jackel, Lehrerin mit 32 Jahren schulpraktischer Erfahrung in Grund- und Hauptschulen; zeitgleich zur Lehramtstätigkeit Diplom und Promotion an der Goethe-Universität Frankfurt (Main) im Fachbereich Erziehungswissenschaften und 1997 - 2001 lehrbeauftragt ebendort; bis heute tätig in der Aus- und Weiterbildung von LehrerInnen, ErzieherInnen, PolizeibeamtInnen und TherapeutInnen mit Gastvorträgen an Universitäten und Akademien, mit Kongressbeiträgen und Kompaktseminaren im In- und Ausland; Fachgebiete: Allgemeine Pädagogik, Motopädagogik, Verkehrspädagogik, Neuropädagogik, Sprachheilkunde und Logopädie; diverse Fachveröffentlichungen (siehe Schriftenverzeichnis). In diese Arbeiten gehen theoretisch-wissenschaftliche Erkenntnisse ebenso ein wie langjährige schulpraktische Erfahrungen und machen die vorgestellten Lernwege glaubwürdig.

Ihr neues Buch Lernen wie das Gehirn es mag ist bei VAK erschienen.