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Eine alte Fehde:
Schulmedizin versus Naturheilkunde, doch Bach weist in 13 Kapiteln einen
Weg, den man als Weg zur Selbsterkenntnis beschreiben kann, ohne
schulmedizinisches Wissen apriorisch zu verdammen und alternative diagnostische
Verfahren zu glorifizieren. Es ist aus der Praxis transportiertes Wissen, das
der Leser in jeder Zeile spürt, denn der Autor ist keiner jener klügelnden
Erkenntnistheoretiker, denen von ratsuchenden, aber naiven Patienten
vermeidbarer Beifall gezollt wird. Mens
agitat molem ist nun gewiß keine hermetische Weisheit, doch muß die
Heilung gewollt sein; wer sich in sie flüchtet, dem ist schlecht zu helfen. In
Kapitel acht schreibt der Autor daher über die 'heimlichen Ursachen' von
Krankheiten und berichtet von Patienten mit somatischen Störungen, die sich späterhin
als psychosomatisches Übel herausstellen - nachdem Ursache und Wirkung geklärt
worden waren. Die Überleitung zu Kapitel neun, in dem das Für und Wider:
Schulmediziner oder Heilpraktiker erörtert wird, erfolgt somit übergangslos,
denn Seele und Körper befinden sich in Wechselwirkung zueinander. Was keiner
neuen Erkenntnis entspringt, in der leicht lesbaren Weise, wie Bach den Leser an
die Hand nimmt, indes ein wohltuender Exkurs in Sachen Ursprungserklärung ist.
Die Wahrscheinlichkeit, daß der Leser konstruktiv herausfiltert, was ihn tief
innerlich an Ängsten bewegt und krank macht, ist groß. Er wird sie abbauen
oder gar überwinden können. Vor diesem Hintergrund verdient das bereits in fünfter
Auflage erschienene Buch weiterhin hohe, gerechtfertigte Aufmerksamkeit.
BIO VERLAG
RITTER, 2005, ISBN
3-9207-883-33, 15,50 Euro (PB)
Der
Verlag: www.ritter24.de in Tutzing
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