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Omnibus optimum
Zum
Jahresende wird es höchste Zeit, wieder nicht zum ersten und bestimmt auch nicht
zum letzten Mal, über Pax, Bonum und alles, was dazu gehören könnte oder nicht,
zu relektieren. Und weil alles dialektisch ist, wird das nur auf dialektischem
Wege möglich sein. Denn das zu durchmessende Feld ist weit, seit die Erde
global, sprich, endlich rund wurde. Zur Erinnerung: Die dialektische
Auseinandersetzung besteht aus der Konfrontation der Widersprüche, basierend auf
These und Antithese, und soll zu einer Synthese mit dem Ziel der nächsthöheren
Wahrheit führen. So lange, bis die Wahrheitsfindung überflüssig geworden sein
wird.
So stellen
sich zunächst folgende mögliche Einzelfelder zur Diskussion, unter Umständen
zusammengehörig oder gegensätzlich, die in einem dialektischen Procedere zu
betrachten sind: Pax, Bonum, Bellum, Malum, vobiscum, nobiscum. Halten wir uns
an Kant:
Das Streben
nach Frieden ist die höchste Form der Erkenntnis des vernunftbegabten Wesens.
Pax et Bellum, daran brach sich schon Tolstoi das halbe Gebiß aus. Bene! Einen
unserer überflüssigen Weisheitszähne können daher getrost auch wir riskieren.
Krieg und Frieden bedingen sich gegenseitig: Ohne Krieg kein Frieden, denn dem
Friedensschluß muß ein Krieg vorausgegangen sein. Kein Frieden ohne Krieg.
Was? Wir
haben doch Frieden und nicht Krieg. Wir ja, aber man verfolgt den Krieg mit
Eifer, rennt ihm hinterher, hofiert ihn: Laßt uns auch mit zum Krieg! ist der
Schlachtruf. Pardon - gegen den Krieg.
Verantwortlich (c) für Text und
Inhalt: Wilhelm Weglehner, Thalmässing.
Kolumne >Dezember 2007
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