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Nachgegangen
Wie sie zu Ruhm und Ehre kamen
Alexander, ein makedonischer Feldherr,
erlangte eine geradezu heroische Bekanntheit, weil es ihm gelang, den
sogenannten Gordischen Knoten, die antike Form des Krawattenbindens, zu lösen.
Aus diesem durchaus zweifelhaften Grund wurde ihm, der Philosophen stets aus der
Sonne ging, auch der Name „der Große“ beigegeben.
Bach, der thüringische Tonsetzer,
Organist, Thomaskantor und Hofkapellmeister Johann Sebastian, konzertierte nicht
nur in Brandenburg, sondern war auch zweimal verheiratet, Vater von elf Söhnen
und hat die Fuge erfunden, aus der schon so vieles geraten ist.
Columbus, ein genuesischer Matrose in
spanischen Diensten, wurde auf der Überfahrt nach Amerika durch sein Ei berühmt.
Offen allerdings blieb die Frage, warum er nur eins hatte.
Demosthenes, ein athenischer
Politiker, war berühmt für seine aufrührenden Ausführungen, die allgemein
Anklang fanden und letzten Endes auch dazu beitrugen, dass ein vernichtender
Freiheitskrieg gegen die einfallenden Perser siegreich beendet werden konnte. Er
hielt keine Rede, ohne sich zuvor einen Kieselstein in den Mund zu stecken.
Diogenes, ein kynischer Eigenbrötler
aus Sinope, der sich der Bedürfnislosigkeit und Selbstgenügsamkeit verschrieben
hatte und in einem Fass lebte, soll, als ihn Alexander der Große aufsuchte und
ihn bat, einen Wunsch zu äußern, weil er ihm etwas Gutes antun wollte, den
makedonischen Feldherrn lediglich darum gebeten habe, ihm aus der Sonne zu
gehen. Es bleibt seit der Antike unverständlich, wie Diogenes durch diese
schattenlose Blendung zu einer derart lange andauernden Berühmtheit avancieren
konnte.
Gutenberg, ein gewisser Johannes
Gensfleisch aus Mainz, hat nicht nur aufgrund gegossener beweglicher Lettern den
Buchdruck, sondern auch den Druckfehler erfunden.
Homer, irrtümlich seit Jahrtausenden
als Poet verehrt, hat nie gelebt. Die ihm zugeschriebenen Epen „Ilias“ und
„Odyssee“ stammen von einem im ionischen Kleinasien beheimateten Rhapsoden
gleichen Namens, der wegen seines schallenden Gelächters eine gewisse
Aufmerksamkeit erlangte.
Ovid, ein römischer Dichter
schlüpfriger Werke, erkannte die Anpassungsfähigkeit, die es Mensch, Tier und
Pflanze ermöglicht, ihre Organe den jeweiligen funktionalen Gegebenheiten
anzupassen und gilt seitdem als Erfinder der Metamorphose
Weltberühmt, wenngleich namenlos und
unbekannt wurde der Barbier, der Sevilla, eine spanische Stadt am unteren
Guadalquivir, als Touristenattraktion populär machte.
Verantwortlich (c)
für Text und Inhalt: Dr. Gerhard Fischer, Schifferstadt.
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