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MenschSein
Was heißt schon Nihil homo nequit? Nichts,
was der Mensch nicht vermöchte? Entscheiden und handeln auf eigene Faust, auf
eigenen Wunsch, auf eigene Rechnung, auf eigenes Risiko? Sich diesem satten
Irrglauben hinzugeben, gehört zu der Sorte Genugtuung, die auf einem groben
Missverständnis beruht. Wie oft sind wir Menschen gezwungen, ein Leben zu
führen, das uns dazu anhält, ein für allemal eine Wahl zu treffen? So, wie schon
vor unserer Geburt ein unabwendbares Schicksal beschlossen hat, ob wir Mann oder
Frau werden. Wie unerträglich aber ist der Gedanke, dass uns somit gut die
Hälfte der Welt und des Daseins verschlossen bleibt: auf immer und lebtag
eingekerkert in die Gesperrtheit unserer Natur und unseres Geschlechts!
Derartige Ideen sind unergiebig. Schlafräuber. Zeitdiebe. Sie gehören zu jenen
rätselhaften Gedankenverbindungen, an denen die Priester und Psychiater viel
Geld verdienen.»
Verantwortlich (c)
für Text und Inhalt: Dr. Gerhard Fischer, Schifferstadt.
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