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Ähnlichkeit - ein Dialog
«Sie haben eine frappierende Ähnlichkeit mit
einem früheren Kanzler dieser Republik.»
«Werden Sie nicht beleidigend! Diese fatale,
nein: diese frappierende Ähnlichkeit, wie Sie formulieren... diese vermeintliche
Ähnlichkeit, die Sie zu sehen glauben: bezieht sie sich auf mein Äußeres oder
auf mein politisches Denken? Auf die globale und versöhnliche Ausrichtung dieses
Herrn, die seinem Amtseid hohnspricht? Oder auf die globale Fügsamkeit, die er
gegenüber seinen ausländischen Freunden - wie er nie müde wurde, Krethi und
Plethi zu bezeichnen - an den Tag legt? Sie werden Verständnis dafür aufbringen,
dass ich Ihnen diese Frage stellen muss. Schließlich bin ich als Überlebender
des alliierten Bombenterrors des Glücks teilhaftig geworden, Augenzeuge und
Zeitgenosse unserer Befreiung geworden zu sein.»
«Ihre Befürchtungen in allen Ehren. Aber die
Ähnlichkeit, die ich versehentlich zu sehen meinte, hat sich eigentlich nur auf
Ihr Aussehen bezogen. Wie Sie politisch orientiert sind, kann ich daraus nicht
erkennen und bin weit davon entfernt, Ihnen in dieser Hinsicht zu nahe zu
treten.»
«Dann will ich noch einmal über Ihre
Impertinenz hinwegsehen und Ihnen verzeihen.»
Verantwortlich (c) für Text und Inhalt: Dr. Gerhard Fischer, Schifferstadt.
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