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Politische Paradigmen
Kommunikee:
Trotz bestehender Gemeinsamkeiten ist es den
Politikern nicht gelungen, sich zu einigen. Wenn nur das Menschenmögliche getan wird,
wird sich nie etwas ändern.
Politische Ausschüsse
sind Zusammenschlüsse Unfähiger, die von
Uninteressierten gewählt werden, um Unnötiges zu veranlassen.
Deshalb: Demokratisch denken, demoskopisch
handeln.
Ein Staat
lässt sich auch durch ein Staatsbegräbnis
nicht aus der Welt schaffen.
Geständnis unter Politikern: «Unser
Abkommen ist perfekt. Ich verbreite keine Lüge mehr über ihn – und er hat sich
verpflichtet, die Wahrheit über mich zu verschweigen.»
Die Einsicht des Politikers:
Man muss sich arrangieren, um zu avancieren.
Kompliment für einen Politiker: Man lobt
seine Meriten – als Vorkämpfer für den Stillstand.
Meist sind es die Flügel, die den
Aufschwung einer Partei verhindern.
Einem Politiker darf es nicht genügen,
die Anständigen auf seiner Seite zu wissen. «Was nützt mir die Zustimmung aller
redlich denkenden Menschen? Was ich brauche, ist die Zustimmung der Majorität.»
Das Parlament ist ein Sitzungssaal, in
den viele hineingehen und wenig herauskommt. Konferenzen leben von Differenzen.
Eine Wahrheit, die durch Mehrheitsbeschluss
zustande kommt, ist Betrug.
Opposition
ist die Kunst, das zu versprechen, was die
Regierung nicht halten kann.
Notstandsgesetze: schlummernde
Diktatur.
Von der ewigen Gültigkeit der politischen
Rede:
Je mehr sich ein Politiker von der Wahrheit
entfernt, desto mehr tut er für seine Wiederwahl.
Schließlich kommt es nicht darauf an, was man
sagt, sondern wie man verstanden wird.
Obwohl die Abgeordneten gewählt
werden, drücken sie sich nicht immer so aus.
Manche Politiker meinen, die höchste
politische Kunst bestehe darin, sich keine Fragen stellen zu lassen.
«Dies», sagte der Redner, «sind die
Meinungen, auf die ich meine Tatsachen stütze.»
Man sollte sich nicht unbedingt
geschmeichelt fühlen, wenn ein Politiker unsere Stimme lobt.
Das Volk –
die schweigende Mehrheit. Die Politiker: die
verschweigende Mehrheit. Die verschwiegene Mehrheit? Verzweifelt gesucht: Der
Sprecher der schweigenden Mehrheit.
Die öffentliche Meinung:
Was man denkt, dass man denkt.
Was die Volksseele kocht, ist
ungenießbar. Hunderttausende sind davon überzeugt: Was soll der Protest? Einer
allein kann ja doch nichts ausrichten.
Wählen heißt: sein Kreuz machen.
Man sollte den Inhalt der Wahlurne
totschweigen oder einäschern.
Statt die Welt auf den Kopf zu
stellen, sollten ihr die Politiker lieber auf die Beine helfen.
Verantwortlich (c)
für Text und Inhalt: Dr. Gerhard Fischer, Schifferstadt.
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