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Worte und Widerworte
Jeder Satz hat seinen Gegensatz – besonders
dann, wenn sich Fragezeichen unter die Buchstaben mischen.
Wenn es beispielsweise den Nächstbesten gibt,
muss es da nicht auch einen Nächstschlechtesten geben? Und wo bleiben die
Hartnäckigen, die den Weichnäckigen das Leben so schwer machen?
Ist ein herabgekommener Emporkömmling ein
Hinabkömmling?
Und warum spricht man nur vom Dasein, ohne
vom Dortsein Kenntnis zu nehmen?
Sind Unternehmer angesehener als Unterlasser?
Was ein Ungeheuer ist, weiß jeder. Was aber,
um Gotteswillen, ist ein Geheuer?
Und warum gibt es nur Kleingeister? Keine
Großgeister? Oder Gernegroßgeister?
Jeder glaubt zu wissen, was man sich unter
Unflat vorzustellen hat. Was aber, um alles in der Welt, ist Flat?
Gibt es bei so vielen Sündenböcken auch
Tugendböcke?
Und leiden die Stumpfbuben, denen die
Spitzbuben den Rang abgelaufen haben, darüber Tantalusqualen oder genießen sie
es mit Tantaluswonnen?
Eines jedenfalls lässt sich nicht von der
Hand weisen: Wem lange genug Unbill widerfahren ist, dem steht auch einmal Bill
zu.
Verantwortlich (c)
für Text und Inhalt: Dr. Gerhard Fischer, Schifferstadt.
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