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Das mag man sich bei vielen Büchern fragen,
die vorgeben Ratgeber, Nachschlagewerk oder besonders inhaltsreich zu sein -
eine der rühmlichen Ausnahmen bildet dieser kleine Band von PONS, der in
unprätentiöser Sprache dem nachgeht, was uns flott und zumeist unwissend über
die Lippen kommt. Ja, und wo liegt da 'der Hund begraben'? Vielleicht unterm
'Katzentisch'? Oder sollte man lieber 'aus einer Mücke keinen Elefanten machen',
um nicht wie ein 'Hornochse' dazustehen? Dieses Brevier von Michael Krumm ist
köstlich - für jene Leser, die die deutsche Sprache lieben und gerne hinter die
Kulissen blicken, um den 'Pferdefuß' mancher Redensarten zu entdecken. Wie
die Tiere in die deutsche Sprache kamen lautet der treffende Untertitel, was
ein didaktisches Novum aufdeckt, nämlich die intrinsische Fähigkeit transparent
zu machen, was intransparent geworden ist, weil Denkfaulheit und Unbekümmertheit
in der semantischen Vermittlung von Begriffsinhalten im Tagesgeschäft der Profis
verkümmert ist. Ob Germanisten, Pädagogen oder Soziologen, sie alle haben
nunmehr die Möglichkeit, sich mancher törichten Redensarten zu entledigen oder
zumindest deren Substanz durch klugen Umgang mit ihnen zu festigen. Der Autor
hat für sie und alle Genießer zusammengetragen, was nicht nur lesenswert ist,
sondern eben auch substanzvoll, weil aufklärerisch fundiert. Fazit: Unbedingt
empfehlenswert!
PONS-VERLAG, 2010, ISBN
3-12-010030-0, 9,95 Euro (brosch.)
Der Verlag:
www.pons.de
in
Stuttgart
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